Eltern aus Villnöß beschweren sich bei der Süd-Tiroler Freiheit

Bus mit Touristen überfüllt: Schulkinder bleiben zurück

Freitag, 23. Oktober 2026 | 10:52 Uhr

Von: Matthias Knapp

Villnöß – Volle Linienbusse, zurückgelassene Grundschüler und besorgte Eltern: In Villnöß konnten Kinder dienstags und donnerstags nach dem Nachmittagsunterricht teilweise nicht mehr mit dem Linienbus nach Hause fahren, weil dieser mit Touristen überfüllt war. Dies erklärt zumindest der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner, in einer Pressemitteilung. Er hat sich umgehend an den zuständigen Landesrat Daniel Alfreider gewandt und fordert eine schnelle Lösung. „Es kann nicht sein, dass Kinder nach der Schule an der Haltestelle stehen bleiben, weil für sie kein Platz mehr im Bus ist. Der Schülertransport muss Vorrang haben!“, stellt Rabensteiner klar.

Eltern aus Villnöß haben sich mit ihrer Beschwerde an die Süd-Tiroler Freiheit gewandt. Betroffen sind Grundschüler, die nach Unterrichtsende um 16.00 Uhr auf die Busverbindung von Zans über St. Peter in Richtung Brixen angewiesen sind. Wiederholt hätten Schulkinder aufgrund überfüllter Busse nicht mitfahren können und seien an der Haltestelle zurückgeblieben.

„Die Folgen des ausufernden Tourismus bekommen die Einheimischen längst zu spüren. Es darf aber nicht sein, dass nun auch noch Kinder darunter leiden müssen“, kritisiert Rabensteiner. „Zudem sollte man erwarten können, dass ein Busfahrer, der eine Linie (wahrscheinlich nicht zum ersten Mal) fährt und weiß, dass dort Schüler zusteigen, dies berücksichtigt und ausreichend Platz für die Kinder einplant“, gibt Rabensteiner zu bedenken. Dabei gehe es auch um die Sicherheit und die Aufsichtspflicht gegenüber den Kindern. „Wenn Grundschüler nach Unterrichtsende an einer Haltestelle zurückbleiben, weil der Bus überfüllt ist, stellt sich die Frage, wer für die Aufsicht dieser Kinder verantwortlich ist.“

Rabensteiner hat auf die Meldungen der Bürger sofort reagiert und sich mit dem zuständigen Landesrat Daniel Alfreider in Verbindung gesetzt. Dieser bestätigte, dass Villnöß in den vergangenen Monaten von einer unerwartet hohen Zahl internationaler Tagesgäste besucht worden sei. Die zusätzliche Nachfrage führe insbesondere zu bestimmten Zeiten zu Kapazitätsengpässen im öffentlichen Verkehr. Alfreider räumte zudem ein, dass die Probleme auf der Verbindung ab St. Peter talauswärts an Schultagen, insbesondere dienstags und donnerstags, eine vergleichsweise neue Entwicklung seien. Gemeinsam mit der Gemeinde und dem Tourismusverein werde derzeit nach geeigneten Lösungen gesucht und die Situation laufend beobachtet.

Rabensteiner fordert Alfreider auf, diese angekündigte Prüfung rasch in konkrete Maßnahmen umzusetzen. „Ich werde die Situation weiterhin im Blick behalten und auch mit den betroffenen Eltern in Kontakt bleiben, um zu erfahren, ob sich die Lage verbessert. Die Familien brauchen eine verlässliche Lösung, und zwar so schnell wie möglich!“, so Rabensteiner abschließend.

Bezirk: Eisacktal

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