Von: Redaktion Südtirol News
Jenesien – Ein gemeinsames Wochenende, um den Zusammenhang zwischen Klimakrise, sozialer Ungleichheit und Demokratieerosion zu vertiefen und Alternativen zu entwickeln, die gerechtere und widerstandsfähigere Gemeinschaften aufbauen können.
Von Freitag, den 2., bis Sonntag, den 4. Oktober, fand in Jenesien im Jungscharhaus in Nobls die erste Climate Action Autumn School statt. Teilnehmende aus verschiedenen Kontexten kamen zusammen, um eine immer relevanter werdende Frage zu diskutieren: Welche Verbindungen bestehen zwischen wachsender Ungleichheit, der Schwächung demokratischer Teilhabe und der Klimakrise? Die Initiative mit dem Titel “Demokratie. Ungleichheit. Klima” ist aus dem Wunsch entstanden, diese Themen nicht als getrennte Probleme, sondern als Ausprägungen ein und desselben Systems zu behandeln.
Sich mit den Folgen der Klimakrise auseinanderzusetzen, bedeute nicht nur, die Auswirkungen auf die natürlichen Ökosysteme zu betrachten, sondern auch, über soziale Gerechtigkeit und Demokratie zu sprechen. “Der Klimawandel hat die bereits bestehenden Ungleichheiten in unserer Gesellschaft noch deutlicher gemacht: Reichtum häuft sich weiterhin in den Händen weniger – häufig derjenigen, die am stärksten zum Klimakollaps beitragen –, während immer mehr Menschen unter zunehmend prekären Bedingungen leben und sich die Anpassung an die Folgen wirtschaftlich nicht leisten können. In diesem Kontext entfernen sich die Entscheidungen, die unsere gemeinsame Zukunft beeinflussen, immer weiter von den Bürgern – was den Aufstieg totalitärer Systeme und autoritärer Antworten auf die Krise im Namen der Sicherheit begünstigt”, so Climate Action South Tyrol.
Während der Autumn School konnten die Teilnehmenden diese Themen durch Workshops, partizipative Aktivitäten sowie Momente des Austauschs und der Diskussion vertiefen. Zu den behandelten Schwerpunktthemen gehörten der Aufstieg rechter Bewegungen, die Dynamik wirtschaftlicher Ungleichheit sowie Praktiken der gemeinsamen Verwaltung von Gemeingütern. Das Wochenende war zudem Anlass für gemeinsames Engagement und Teilhabe – durch die gemeinsame Zubereitung der Mahlzeiten, eine Yogastunde und die Möglichkeit, die Naturlandschaften des Salten-Plateaus zu erkunden.
“Die große Beteiligung und die Begeisterung während der Initiative haben die Idee reifen lassen, im Frühling eine zweite Veranstaltung zu organisieren, um Strategien zu vertiefen, mit denen komplexe Themen wie die Klimakrise wirksam und einladend kommuniziert werden können, und um dem Aufstieg antidemokratischer Institutionen durch eine stärkere Einbindung der Bürger entgegenzuwirken. Personen, Vereine und Organisationen, die an diesen Themen interessiert sind, sind eingeladen, Climate Action South Tyrol zu kontaktieren, um zum Aufbau der kommenden Spring School beizutragen”, heißt es weiter.
Die Autumn School wurde von Climate Action South Tyrol mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen organisiert.




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