Von: Sophia Molitor
Bozen/Taormina – Bei ihren Studientagen im sizilianischen Taormina zieht die Fraktion der Europäischen Volkspartei Bilanz über die erste Hälfte der laufenden zehnten Legislaturperiode des Europäischen Parlaments. „Wir haben für uns Volksparteien zentrale Themen vorangebracht, wollen und müssen der zweiten Hälfte der Legislatur aber noch verstärkt unseren Stempel aufdrücken”, erklärte der Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann am Rande der hochkarätig besetzten Veranstaltung in Taormina, die noch bis Donnerstag läuft.
Als einer der zwei italienischen Delegationsleiter hat Dorfmann das Programm der EVP-Studientage in Sizilien maßgeblich mitgestaltet und den Fokus dabei weniger auf den Blick zurück als jenen nach vorne gerichtet. „Es ist wichtig, eine Bilanz über die in den letzten fast zweieinhalb Jahren geleistete Arbeit zu ziehen und unsere Erfolge, aber auch die Misserfolge ehrlich zu analysieren”, so Dorfmann. „Sehr viel wichtiger ist aber, dass wir als mit Abstand größte Fraktion im Parlament in der zweiten Halbzeit dieser Legislatur jene Themen auf den Tisch und durch das Parlament bringen, die uns als Volksparteien wichtig sind und mit denen wir unser Profil in den einzelnen Mitgliedstaaten schärfen können.”
Als Beispiele prioritärer Themen nannte der Südtiroler EU-Parlamentarier die Weiterentwicklung Europas und die Stärkung der zentralen EU-Politikbereiche, etwa der Agrar- und Regionalpolitik, aber auch Sicherheit, Migration, Bürokratieabbau und eine spürbare Rückendeckung für die europäische Wirtschaft. „Es geht darum, dass wir Europa in der Welt wieder das Gewicht verschaffen, das es sich als globaler politischer und wirtschaftlicher Player verdient, und zugleich die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärken”, so Dorfmann.
Weil das Europäische Parlament dabei in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten handelt, sind auch diese prominent bei den EVP-Studientagen vertreten. So sitzen in Taormina neben der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Agrarkommissar Christophe Hansen mit am Tisch, der italienische Vizepremier Antonio Tajani ist online zugeschaltet, um gemeinsam die Strategien und Prioritäten für die EU-politische Arbeit der nächsten zweieinhalb Jahre zu diskutieren und eine gemeinsame Vision für die Zukunft Europas zu entwickeln.
„Klar ist, dass wir als EVP mit unseren 184 Parlamentariern einen Führungsanspruch erheben und unser Ziel daher ist, der zweiten Halbzeit dieser Legislaturperiode unseren Stempel aufzudrücken”, so das Fazit Herbert Dorfmanns.




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