Von: Matthias Knapp
Bozen – Vom 16. bis 22. September hat sich auch Südtirol an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligt, einer europaweiten Kampagne zur Förderung einer nachhaltigen, sicheren und zugänglichen Mobilität. Das Land Südtirol, Gemeinden, Schulen und zahlreiche Partner haben landesweit Projekte und Veranstaltungen umgesetzt, um nachhaltige Mobilität erlebbar zu machen.
“Die Europäische Mobilitätswoche zeigt, wie wichtig gemeinsames Handeln ist. Es geht nicht um eine einzelne Veranstaltung, sondern um viele Initiativen, die Kinder, Familien, Gemeinden, Vereine und Fachleute einbinden. Unser Ziel ist es, immer mehr konkrete Möglichkeiten zu schaffen, damit sich Menschen für den öffentlichen Verkehr, das Fahrrad, das Zufußgehen oder neue Formen geteilter Mobilität entscheiden können”, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
Zu den Veranstaltungen von südtirolmobil und STA Green Mobility gehörten das Bike Forum, das am 18. September im Rahmen des Fahrradfests in Brixen stattfand, sowie die Radlnacht in Bruneck, die am 19. September gemeinsam mit der Stadtgemeinde Bruneck und dem Tourismusverein Bruneck Kronplatz organisiert wurde. Auf dem Programm standen eine dem Fahrrad gewidmete Abendveranstaltung und eine gemeinsame Ausfahrt.
In Bozen haben südtirolmobil und das Festival “Le Mille e Una Scienza” 228 Schülerinnen und Schüler aus 14 Klassen des Schulinstituts “Marcelline” in eine besondere Herausforderung rund um den Schulweg eingebunden. Eine Woche lang sammelten die Klassen Punkte, wenn der Weg zur Schule zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde. Die Klasse mit den meisten Punkten wird ausgezeichnet.
Auch in den Gemeinden stand nachhaltige Mobilität im Mittelpunkt. In Lana beteiligte sich südtirolmobil an einer Fahrrad-Schnitzeljagd. In Meran war die Initiative bei Bike the City 2026 mit dem Stand Move to Cargo und einem Fahrradparcours vertreten. In Riffian wurde zudem ein Informationsabend zu Elektromobilität und Carsharing angeboten.
Die Europäische Mobilitätswoche bot auch Gelegenheit zur Weiterbildung und zum fachlichen Austausch. In diesen Tagen fand das vierte Modul des Mobilitätslehrgangs statt, der der Ausbildung und Vernetzung der verschiedenen Akteure im Mobilitätsbereich gewidmet ist.
Großen Raum nahmen außerdem bewährte Praxisbeispiele beim Mobilitätspreis Südtirol 2026 ein. Mit dem Preis werden Projekte und Initiativen von Schulen und Vereinen, Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, Unternehmen sowie weiteren engagierten Akteuren ausgezeichnet.
Das Südtiroler Engagement wird auch auf europäischer Ebene anerkannt. Im März wurde der Südtirol Guest Pass von der Europäischen Kommission als bestes Projekt im Rahmen der Mobility Action Awards 2025 ausgezeichnet. Die Ehrung bestätigt die Vorreiterrolle Südtirols bei der Entwicklung innovativer und integrierter Mobilitätslösungen.
“Diese Auszeichnung und die breite Beteiligung an der Europäischen Mobilitätswoche zeigen, dass die Mobilitätswende vor allem durch Zusammenarbeit gelingt. Als Land wollen wir die notwendigen Infrastrukturen und Dienstleistungen schaffen sowie jene unterstützen, die in Gemeinden, Schulen und lokalen Organisationen Ideen entwickeln, die das Mobilitätsverhalten im Alltag konkret verändern können”, unterstreicht Alfreider.




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