Team K in Bozen fordert zum Handeln auf

Huber-Kasernen: “Gemeinde darf keine drei Jahre verlieren”

Sonntag, 18. Oktober 2026 | 18:13 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Das Areal der Huber-Kasernen geht 2029 an die Gemeinde Bozen über. Das Team K fordert per Beschlussantrag, sich rechtzeitig vorzubereiten: Planungsaufträge im Jahr 2027, Masterplan, Ideenwettbewerb und eine klare Priorität, nämlich leistbares Wohnen.

Das Signal kam aus dem Landtag. Auf eine Anfrage des Team K-Abgeordneten Paul Köllensperger bestätigte Landeshauptmann Arno Kompatscher, dass das vom Land erworbene Areal der Huber-Kasernen voraussichtlich 2029 an die Gemeinde übergehe, sobald die neuen Militärgebäude in der Vittorio-Veneto-Straße fertig sind. Bozens Bürgermeister und Vizebürgermeister forderte er auf, schon jetzt tätig zu werden.

Das Team K greift dies auf: Die Gemeinderäte Thomas Brancaglion und Matthias Cologna haben einen Beschlussantrag eingebracht. „Zwischen der ersten Idee und dem Baubeginn auf einem großen Areal vergehen viele Jahre“, erklärt Brancaglion. „Jedes Jahr, das in der Vorbereitung verloren geht, bedeutet ein Jahr mehr Warten für Personen, die eine Wohnung suchen. Wir können nicht erst 2029 anfangen.“

Der Antrag verpflichtet Bürgermeister und Stadtregierung, sofort mit der Planung zu beginnen, eine Projektstelle einzurichten und mit dem Land einen technischen Tisch zu Zeitplan der Übergabe, Zustand der Gebäude, Bindungen und möglichen Sanierungen einzusetzen. Bis Mitte 2027 sollen die Planungsaufträge und Vorstudien vergeben werden; danach folgen ein Masterplan und ein Ideenwettbewerb, dessen Ergebnisse vor der Übergabe vorliegen sollen. Die Mittel sind im Haushalt 2027–2029 vorzusehen, so das Team K.

„Bozen hat Mieten und Preise, die zu den höchsten Italiens gehören, und kaum Bauland“, betont Cologna. „Ein großes städtisches Areal in öffentlicher Hand ist eine einmalige Chance: Hier muss ein Stadtviertel mit sozialem, gefördertem und preisgebundenem Wohnbau, Diensten, Grün und öffentlichen Räumen entstehen, gemeinsam mit dem Stadtviertelrat und der Bevölkerung.“

Binnen sechs Monaten nach der Genehmigung soll die Stadtregierung dem Gemeinderat Bericht erstatten, wenn es nach der Vorstellung vom Team K geht.

Bezirk: Bozen

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