Stromversorgung in mehreren Regionen unterbrochen (Archivbild)

Hunderttausende in West-Ukraine nach Angriffen ohne Strom

Freitag, 16. Oktober 2026 | 08:41 Uhr

Von: importer

Nach einem russischen Angriff sind Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihrem Umland ohne Strom. Zudem fiel im Westen des Landes für Hunderttausende der Strom aus. Moskau habe ein Objekt der kritischen Energieinfrastruktur attackiert, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Teile der Stadt und der Region Kiew seien in der Folge ohne Stromversorgung. Mit der Wiederherstellung werde begonnen, wenn die Sicherheitslage es zulasse.

In der an Polen grenzenden Region Wolyn seien 370.000 Menschen ohne Stromversorgung, teilt der Gouverneur der Region, Roman Romaniuk, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Unternehmen mit ausländischen Investitionen sei getroffen und zwei Menschen seien verletzt worden.

Polen ließ Kampfjets aufsteigen

Polen ließ während der russischen Angriffe Kampfjets aufsteigen, um seinen Luftraum zu schützen. Es sei jedoch keine Verletzung des Luftraums registriert worden, teilen die Streitkräfte des EU- und Nato-Landes auf X mit. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es während der russischen Angriffe zu Notabschaltungen, wie der private Energieversorger DTEK auf der Plattform X mitteilt. In Uman in der Zentralukraine wurden der Polizei zufolge fünf Personen verletzt, als Drohnen in ein Wohnhaus einschlugen.

Durch die Schäden an einer Energieanlage in der Region Kiew sei der Wasserdruck in mehreren Stadtteilen niedrig, schrieb Hauptstadtbürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Zudem seien Drohnentrümmer auf das Grundstück eines Privathauses gestürzt. Im Erdgeschoss des Hauses brach demnach ein Feuer aus. Nicht zum ersten Mal in dieser Woche verursachen russische Angriffe Probleme bei der Elektrizität. Bereits am Mittwoch hatte Selenskyj von Hunderttausenden gesprochen, die infolge russischer Angriffe ohne Stromversorgung waren.

Angriff auf Ziele in ukrainischer Region Odessa

Ukrainische Drohnen trafen indes nach Angaben des Gouverneurs der südrussischen Region Rostow, Juri Sljussar, dortige Industrie- und Lageranlagen und lösten einen Brand aus. Bei dem Angriff sei ein Mann verletzt worden, schrieb Sljussar im Onlinedienst Telegram. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben eine Logistikanlage in der ukrainischen Region Odessa sowie ein Frachtschiff auf dem Weg dorthin angegriffen. Beide Ziele seien für militärische Zwecke genutzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

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