Von: importer
Im Konflikt um die Straße von Hormuz ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden erneut ein Supertanker auf eine Seemine aufgefahren. Es sei heute zu einer “gewaltigen Explosion im Maschinenraum” des Tankers gekommen, hieß es in einer Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Das Schiff sei in der Folge zum Stillstand gekommen. Bereits in der Nacht auf Samstag hatten die Revolutionsgarden einen ähnlichen Vorfall gemeldet.
Zunächst war unklar, wo sich der Vorfall genau ereignete. Die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) berichtete am Samstag über zwei Angriffe auf Tankschiffe Hunderte Kilometer entfernt von der Straße von Hormuz im Persischen Golf nahe der Küste Saudi-Arabiens. Diese seien jedoch bereits am Freitag erfolgt.
Iranische Medien berichteten in der Nacht auf Samstag, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel (Fässer je 159 Liter) Rohöl geladen. Das Schiff habe versucht, die Meerenge unerlaubt mit Täuschungsmanövern und der Unterstützung des US-Militärs zu passieren. Über das Befinden der Besatzung gab es keine Angaben.
Zentraler Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington
Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Die Meerenge ist für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas von großer Bedeutung. Der Iran blockiert seit Beginn des Krieges Ende Februar mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr weitestgehend. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen und Küstengebiete, um der Islamischen Republik Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren.
Das Regionalkommando CENTCOM hatte diese Woche noch eine ähnliche Meldung der Revolutionsgarden über die Explosion einer Seemine am Öltanker “El Gaia” zurückgewiesen. Dieser sei bereits im vergangenen Monat von einer iranischen Rakete getroffen worden. Am vergangenen Wochenende habe der Iran das Schiff dann erneut mit einer Drohne angegriffen. Ein Containerschiff war diese Woche außerdem nach Beschuss gesunken. In den vergangenen Wochen haben Irans Streitkräfte ihre Angriffe intensiviert.




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