Von: Redaktion Südtirol News
Brixen – Das Haus der Solidarität (HdS) bleibt bis 2035 im Jakob-Steiner-Haus in Milland. Bürgermeister Andreas Jungmann und Andreas Penn, Präsident der Sozialgenossenschaft „Haus der Solidarität Luis Lintner“ ONLUS, unterzeichneten im Rathaus Brixen den neuen Konzessionsvertrag. Dieser regelt die unentgeltliche Nutzung des zweiten und dritten Stockwerks, des Dachgeschosses sowie der Außenflächen des Hauses.
Aus einer Initiative engagierter Brixner Bürgerinnen und Bürger entstand 2002 das Haus der Solidarität. Seither hat es mehr als 2.000 Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet und unterstützt. Als Ort der Chancen bietet es Menschen in Not Unterkunft, Begleitung und neue Perspektiven. „Das Haus der Solidarität ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in Brixen. Es leistet wertvolle Arbeit für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und bereichert unsere Stadt durch Offenheit, Vielfalt und gelebte Solidarität. Mit der Vereinbarung schaffen wir die Grundlage dafür, dass diese wichtige Arbeit langfristig weitergeführt werden kann“, betont Bürgermeister Andreas Jungmann.
Ein Haus für alle Generationen
Im Jakob-Steiner-Haus stehen bis zu 60 Schlafplätze zur Verfügung. Derzeit leben hier Menschen zwischen einem und 86 Jahren. Das Zusammenleben folgt einem interkulturellen Co-Living-Modell mit Einzel- und Mehrbettzimmern sowie gemeinsam genutzten Räumen. Sozialarbeiterinnen und Pädagoginnen begleiten die Bewohnerinnen.
Das Angebot umfasst neben Wohnraum auch soziale Begleitung, Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche, bei der Teilnahme an Sprach- und Bildungsangeboten sowie die Vermittlung von Badantinnen zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Finanziert wird die Arbeit vor allem durch Spenden. Das ermöglicht dem HdS, flexibel und unbürokratisch auf unterschiedliche Notlagen zu reagieren.
Ein Ort der Begegnung und des Engagements
Das Jakob-Steiner-Haus ist auch ein offener Treffpunkt. Gemeinsam mit der Vereinsgemeinschaft Milland, der OEW und einer Kindergartengruppe fördert das HdS den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft. Interkulturelle Abendessen und das familienfreundliche Benefiz-Musikfestival Zugluftfest schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und gemeinschaftliches Engagement.
„Die neue Vereinbarung gibt uns Sicherheit, diesen Ort der Chancen weiterzuentwickeln. Wir möchten auch künftig mutig neue Wege gehen und Menschen dazu einladen, gemeinsam für eine solidarischere Zukunft und ein friedliches Miteinander einzutreten“, sagt Andreas Penn, Präsident des Hauses der Solidarität.
Mit dem neuen Konzessionsvertrag bekräftigen die Gemeinde Brixen und das Haus der Solidarität ihre Zusammenarbeit. Das Jakob-Steiner-Haus bleibt damit auch künftig ein Ort der Chancen, der Begegnung und der gelebten Solidarität.




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