Von: Matthias Knapp
Bozen – Im Oktober stehen bei der Jungen Generation in der SVP Neuwahlen an. Wie die bisherige JG-Chefin Anna Künig mitteilt, steht sie für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung. In einem Schreiben an die Medien erklärt sie ihre Begründung für den Schritt. Wörtlich schreibt Künig:
“In den vergangenen Wochen haben sich für die anstehende Wahl der Jungen Generation neue Vorstellungen und personelle Konstellationen entwickelt, die ich selbstverständlich zur Kenntnis nehme und im Sinne der Gemeinschaft und Demokratie respektiere. Wenn sich neue Kandidatinnen und Kandidaten bereit erklären, aktiv mitzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und die Junge Generation in der Südtiroler Volkspartei weiterzuentwickeln, dann begrüße ich das, denn das unterstreicht unsere bisherigen Erfolge und zeigt auf, dass junge Menschen sehr wohl Interesse haben am aktiven politischen Leben teilzunehmen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich deshalb gegen eine erneute Kandidatur bei den anstehenden JG-Wahlen entschieden und unterstütze damit einen Neustart der Jungen Generation mit neuen Gesichtern und neuen Ideen.
Mit Freude und auch mit Stolz blicke ich an das Erreichte zurück. Die vergangenen Jahre waren eine unglaublich intensive – und für mich persönlich – eine sehr lehrreiche und vor allem prägende Zeit. Als JG-Vorsitzende war es mir immer wichtig, die Junge Generation nicht nur zu verwalten, sondern sie aktiv zu gestalten, neue Strukturen zu schaffen und jungen Menschen innerhalb der Partei eine starke Stimme zu geben.
In dieser Zeit haben wir Vieles auf den Weg gebracht: Wir haben Bezirksstrukturen neu aufgestellt, Themenausschüsse innerhalb der Jungen Generation gegründet und die Überarbeitung der Geschäftsordnung begonnen. Wir haben uns für die Mandatsbeschränkung stark gemacht und den regelmäßigen Austausch mit dem Landeshauptmann und den Regierungsmitgliedern genutzt, um konkrete Anliegen und Themen uns junger Menschen voranzubringen.
Zugleich ist es uns gelungen, die Junge Generation stärker zu vernetzen – innerhalb der eigenen Partei ebenso wie darüber hinaus. Wir haben den Austausch mit anderen Jugendorganisationen sowie mit nationalen und internationalen Jugendparteien intensiviert und mehrere tolle Europaprojekte verfolgt.
Auch parteiintern haben wir die Interessen der Jungen Generation zu aktuellen politischen Themen immer wieder klar eingebracht. Ein wichtiger Moment waren dabei die vergangenen Gemeinderatswahlen – hier konnten wir ein sehr gutes Ergebnis erzielen und damit ein wichtiges Signal aussenden: Wir junge Menschen wollen mitreden, teilnehmen, wir wollen uns einbringen und mitgestalten!
Ich bin stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Junge Generation in den vergangenen Jahren wieder aktiver, sichtbarer und präsenter zu machen.
Auch mein persönlicher Rückblick auf die Zeit an der JG-Spitze fällt positiv aus. Ich habe in den vergangenen Jahren unglaublich viel gelernt, durfte viele Menschen kennenlernen, politische Prozesse mitgestalten und erleben, dass man mit Engagement tatsächlich etwas bewegen kann. Für all diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar. Sie haben meine Freude und meine Leidenschaft für die Politik verstärkt und mich ermutigt auf jeden Fall weiterzumachen – in welcher Form auch immer. Die Junge Generation war ein wichtiger Teil meines politischen Weges, den ich jetzt mit Interesse, Aufgeschlossenheit, Neugierde und mit gewohnter Begeisterung weitergehen werde.
Ich wünsche den neuen Kandidatinnen und Kandidaten eine Wahl, die nach ihrer Zufriedenheit verläuft, gutes Gelingen bei all ihren Vorhaben und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit auch in Zukunft.”
JG-Bezirksvorsitzende danken scheidendem Vorstand und Anna Künig
In einem offenen Brief bedanken sich die Bezirksvorsitzenden der JG-Bezirke beim scheidenden Vorstand der JG sowie insbesondere bei der Vorsitzenden Anna Künig.
„Ehrenamtliches Engagement ist immer zu wertschätzen. Insbesondere in Zeiten wie diesen ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sich junge Menschen auch noch politisch engagieren“, so Hannah Tabarelli, Vorsitzende des Bezirkes Bozen, in Bezug auf Künig. In dieselbe Kerbe schlägt auch Hannes Wieser, Vorsitzender des Bezirkes Burggrafenamt, und hebt die Arbeit des gesamten Vorstandes hervor: „Bedanken möchten wir uns auch insbesondere bei Andreas Jennewein, der maßgeblich zur Arbeit in den letzten beiden Jahren beigetragen hat.“
„Wir sind davon überzeugt, dass der Übergang gut gelingen wird und wir uns den neuen Herausforderungen bei Themen, die die Jugend direkt betreffen, gut entgegenstellen werden“, ergänzt Matthias von Wenzl Vorsitzender des Bezirkes Pustertal.




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