Von: importer
Papst Leo XIV. wird an diesem Sonntag in Argentinien erwartet, der Heimat seines vergangenes Jahr verstorbenen Vorgängers Franziskus. In der Hauptstadt Buenos Aires wird das Oberhaupt der katholischen Kirche am Abend von Präsident Javier Milei begrüßt. Zuvor steht noch eine Messe in Uruguay auf dem Programm, der ersten Station seiner insgesamt zwölftägigen Südamerika-Reise.
Der letzte Besuch eines Papstes in dem 46-Millionen-Einwohner-Land Argentinien liegt fast vier Jahrzehnte zurück: 1987 reiste der polnische Papst Johannes Paul II. dorthin. Franziskus kehrte als Pontifex nie in seine Heimat zurück. Vermutet wird, dass er befürchtete, in die dortige Politik hineingezogen zu werden. Argentinien wird heute von dem rechtspopulistischen Staatschef Milei regiert. Die Zahl der Menschen, die sich zum katholischen Glauben bekennen, hat deutlich abgenommen.
Peru als letzte Station
Leo wird sich bis Mittwoch in Argentinien aufhalten. Dabei dürfte es auch um Mileis marktradikale Politik gehen, die sehr umstritten ist. Letzte Station seiner Südamerika-Reise wird danach Peru sein, wo er zwei Jahrzehnte lang als Missionar und Bischof tätig war. Aus diesen Jahren hat der gebürtige US-Amerikaner auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Auf dem Flug nach Südamerika äußerte er sich “sehr glücklich” über die Rückkehr.
Die Reise umfasst alles in allem mehr als 30.000 Flugkilometer. Leo will mehr als drei Dutzend Predigten und Reden in zehn verschiedenen Städten in unterschiedlichen Klima-, Zeit- und Höhenzonen halten. Dazu gehört auch ein Ausflug auf 3.700 Meter in die peruanischen Anden, was wegen der dünnen Höhenluft nach Leos Lungenoperation als heikel gilt. Dem 71-Jährigen war Mitte Oktober wegen eines bösartigen Tumors ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden.




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