Von: Matthias Knapp
St. Martin in Thurn – Im Bereich der öffentlichen Sicherheit ist bei der Sitzung der Landesregierung im Gadertal am 13. Oktober die Situation der Ortspolizei angesprochen worden. Die Sicherstellung der ausreichenden personellen Ausstattung der Einheiten war den Bürgermeistern der Gadertaler und Grödner Gemeinden ein besonderes Anliegen. Sicherheitslandesrätin Ulli Mair verwies diesbezüglich auf das neue Ortspolizeigesetz und die bereits begonnenen Verhandlungen zur Erneuerung des Kollektivvertrags der Polizisten.
Die Bürgermeister brachten im Rahmen des Treffens zum Ausdruck, dass ein funktionierender, bürgernaher und strukturierter Ortspolizeidienst wichtig für die Gemeinden der ladinischen Täler sei. Der Personalmangel werde in den Einheiten jedoch zunehmend spürbar, was die Sicherung der personellen Ausstattung zu einer Herausforderung mache.
Landesrätin Mair regt übergemeindliche Zusammenschlüsse an
Sicherheitslandesrätin Mair stellte diesbezüglich fest, dass die Gemeinden der ladinischen Täler aufgrund des hohen Tourismus- und Verkehrsaufkommens traditionell bereits relativ viele Ortspolizisten beschäftigen. “Derzeit gibt es allerdings keine gemeindeübergreifenden Zusammenschlüsse im Gadertal und im Grödental”, hielt Mair fest. Ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden bzw. Korps könne organisatorische Vorteile bringen, insbesondere eine bessere und flexiblere Abdeckung der Dienste. “Das neue Landesgesetz sieht für solche Zusammenschlüsse zudem finanzielle Fördermöglichkeiten vor”, erinnerte Mair an das neue Ortspolizeigesetz, das im Juni vom Landtag genehmigt worden sei. Durch Zusammenschlüsse solle insbesondere kleineren Gemeinden ein leistungsfähiger und professioneller Polizeidienst ermöglicht werden.
Bessere Arbeitsbedingungen durch neuen Kollektivvertrag
Was die Personalrekrutierung anbelangt, verwies Mair weiters auf die anstehende Überarbeitung des Kollektivvertrags für die Polizeikräfte. “Diesbezüglich laufen bereits Gespräche mit dem Gemeindenverband, denn wir möchten eine Verbesserung der Vertragsbedingungen herbeiführen. Denn das Berufsbild des Gemeindepolizisten muss attraktiver werden, um ausreichend Personal zu finden”, kündigte Mair an.




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