Von: importer
Zum Auftakt einer zwölftägigen Südamerika-Reise ist Papst Leo XIV. in Uruguay angekommen. Auf dem Flugplatz der Hauptstadt Montevideo wurde das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken am Abend von Präsident Yamandu Orsi empfangen. In einer ersten Rede lobte er das 3,5-Millionen-Einwohner-Land für mehr als vier Jahrzehnte “ununterbrochene Demokratie” mit friedlichen Regierungswechseln. Damit ist Uruguay eine Ausnahme in Südamerika.
Weitere Stationen von Leos bisher längster Auslandsreise seit Beginn seines Pontifikats im vergangenen Jahr sind das Nachbarland Argentinien sowie Peru. Dort verbrachte er mehr als 20 Jahre als Missionar für die Augustiner und dann als Bischof. Der gebürtige US-Amerikaner hat seither auch die peruanische Staatsbürgerschaft. “Ich bin glücklich, zurückzukehren”, sagte er im Flugzeug.
13-Stunden-Flug ohne Komplikationen
Den mehr als 13-stündigen Flug überstand der Papst offensichtlich gut. Wegen seiner Krebserkrankung hatte es Zweifel gegeben, ob der 71-Jährige die Reise überhaupt antreten kann. Nach einer Lungenoperation Mitte Oktober, bei der ihm ein Teil des rechten Lungenflügels mit einem bösartigen Tumor entfernt wurde, gaben die Ärzte grünes Licht. Nach Angaben der Ärzte ist er nun wieder krebsfrei. Seinen eigenen Worten zufolge hatte er nach der OP nie Zweifel an der Reise.
Auf die Frage nach den Gründen für eine schnelle Erholung entgegnete Leo: “Der Glaube an Gott, gute Ärzte, gute Chirurgen und ein gesunder Lebensstil.” In seiner Rede sagte er später: “Ich habe selbst die Grenzen erlebt, die einem durch Krankheit erwachsen und bin zutiefst dankbar für die erhaltene Hilfe. Das lässt mich an die vielen Frauen und Männer denken, denen die Mittel fehlen für eine frühzeitige Diagnose oder für die Behandlung, die sie brauchen.”
Bei einem Empfang im Präsidialamt fand Leo auch lobende Worte für eine nahezu vollständige Umstellung der Stromversorgung in Uruguay auf erneuerbare Energien. Kritisch äußerte er sich zu der niedrigen Geburtenrate des Landes. In diesem Zusammenhang sprach er sich abermals strikt gegen Abtreibungen aus. Bei der Fahrt mit dem Papamobil durch die Straßen Montevideos wurde er nach Angaben der lokalen Behörden von etwa 30.000 Menschen bejubelt.




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