Macron verabschiedet den Heiligen Vater

Papst nach Frankreich-Besuch Richtung Rom aufgebrochen

Montag, 28. September 2026 | 22:24 Uhr

Von: importer

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist Montagabend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein AFP-Reporter. “Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist”, sagte Macron. “Danke an alle! Lasst uns gemeinsam voranschreiten”, erklärte Leo XIV. An Bord seines Flugzeugs will der Papst seine traditionelle Pressekonferenz geben.

Diese hält er immer nach Besuchen im Ausland ab. Die vergangenen Tage hatte der Papst in Paris, Lourdes und Metz verbracht. Ein Höhepunkt war eine Messe mit 800.000 Teilnehmern auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées. Im Pilgerort Lourdes war der Papst mit Menschen zusammengetroffen, die in ihrer Kindheit in ihren Pfarreien oder an katholischen Schulen missbraucht worden waren. In Metz rief er in einer Europarede zu neuen Friedensanstrengungen auf.

Macron hatte ursprünglich sämtliche EU-Staats- und Regierungschefs nach Metz eingeladen, wo der Papst auch eine Messe in der berühmten Kathedrale feierte. Letztlich waren nur Monaco und Luxemburg durch ihre Staatschefs vertreten.

Papst fordert breiten Dialog über KI

Angesichts zunehmender Ängste vor Künstlicher Intelligenz (KI) hat sich Papst Leo XIV. für einen breiten Dialog mit Tech-Konzernen, Politik und gesellschaftlichen Gruppen ausgesprochen. “Die Sorgen, die viele KI-Experten äußern, müssen ernst genommen werden”, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Heimflug von seinem Frankreich-Besuch nach Rom. “Das ist ein Problem, zu dem wir uns zusammensetzen und reden müssen.”

Leo hatte im Frühjahr eine Enzyklika – ein Lehrschreiben der katholischen Kirche – zu Chancen und Risiken von KI veröffentlicht, das international viel beachtet wurde. Auf die Frage, ob er die Sorgen vor einer Zerstörung der Menschheit durch KI teile, antwortete der Papst an Bord seines Flugzeugs: “Ob ich im Panikmodus bin? Nein, bin ich nicht. Ich schlafe nachts ruhig.”

Seitenhieb gegen Trump

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der nach solchen Warnungen auch aus KI-Unternehmen von “Hoax” gesprochen hatte, fügte er jedoch hinzu: “Ich glaube nicht, dass das Fake News sind, wie manche behauptet haben, um sich finanzielle oder sonstige Vorteile zu verschaffen. Einfach zu sagen “Ach, das wird schon nicht geschehen” und die Augen zu verschließen, ist wahrscheinlich nicht der verantwortungsvollste Weg, damit umzugehen.”

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