Landesregierung prüft Strom-Tarifzone für Südtirol ­

Rauschen die Strompreise in Südtirol bald in den Keller?

Donnerstag, 15. Oktober 2026 | 11:12 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Die Südtiroler Landesregierung lotet offenbar aus, wie und ob eine eigene Strom-Tarifzone für Südtirol eingeführt werden kann. Das hat Energielandesrat Peter Brunner bei der heutigen Landtagssitzung bekräftigt.

Erfreut darüber zeigt sich der parteifreie Abgeordnete Andreas Leiter Reber, der das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hat. Leiter Reber wies in der Debatte darauf hin, dass die Schaffung einer eigenen Tarifzone neue Chancen auf günstigere Strompreise für Sudtirols Haushalte und Wirtschaft bieten würde.

Bekanntlich plant Italien derzeit eine Reform des Energiemarktes und die staatliche Regulierungsbehörde ARERA hat angekündigt, bereits 2027 die bisherigen Tarifzonen neu einteilen und in lokale Marktzonen abändern zu wollen. Durch die staatliche Neueinteilung der Tarifzonen soll mittelfristig der nationale Einheitspreis PUN, der als Referenz für den italienischen Stromgroßhandel dient, durch lokale Marktpreise abgelöst werden.

Davon könnten besonders Gebiete wie Südtirol profitieren, die viel Strom aus erneuerbaren Energien produzieren und einen hohen Selbstversorgungsgrad aufweisen.

Landesrat Peter Brunner unterstreicht, dass entsprechende Gespräche bereits laufen. Unter Einbindung von Experten bleibt zu klären, ob und inwieweit Erleichterungen für die Bevölkerung möglich sind.

Bezirk: Bozen

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