Von: importer
Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Angriffe auch in der Nacht auf Freitag fortgesetzt. Bei schweren ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen wurden Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt. In Belgorod starb bei den Angriffen ein Zivilist, ein weiterer wurde verletzt, wie die dortige Einsatzzentrale mitteilte. In der Region Uljanowsk wurden laut örtlichen Angaben acht Menschen verletzt, darunter ein Kind.
In der Region Rostow beschädigte ein ukrainischer Angriff die Ölraffinerie Nowoschachtinsk, wie der örtliche Gouverneur mitteilte. Dort habe die Luftabwehr in der Nacht etwa 50 Drohnen abgefangen. Zudem zerstörte die russische Luftabwehr über der Region Woronesch 88 Drohnen, vier Menschen wurden verletzt. Dies gab der Gouverneur Alexander Gussew bekannt. Außerdem meldete der Gouverneur der Region Perm einen Angriff auf einen Industriebetrieb.
Explosion in Kiew
Unterdessen griffen die russischen Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehrere Ziele in der Ukraine an. Die Armee habe in der Nacht ukrainische Rüstungsbetriebe, Logistikzentren und Schiffe mit Drohnen attackiert, teilte das Ministerium mit. Getroffen worden seien unter anderem ein Montage- und Lagerplatz für Drohnen in der Region Kiew, Logistikzentren in der Region Odessa sowie die Hafeninfrastruktur in Reni.
Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge war nahe dem Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Explosion zu hören. Eine russische Kampfdrohne hat nach ukrainischen Polizeiangaben am Freitagmorgen ein Hochhaus getroffen und einen 14-jährigen Buben getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden, teilte die Polizei der ukrainischen Hauptstadt auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angaben.
Über dem Zentrum war Abwehrfeuer zu hören, dann der Flug der Drohne mit Jetantrieb und der Einschlag, wie ein dpa-Reporter berichtete. Luftalarm wurde in diesem Fall erst kurz darauf ausgelöst. Die Ukraine arbeitet noch an einer wirksamen Abwehr gegen die von Russland weiterentwickelten schnellen Shahed-Drohnen mit Düsenantrieb. Nach den nächtlichen russischen Luftangriffen wurde ein weiterer Toter aus Odessa gemeldet.




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