Von: Matthias Knapp
Bozen – Heute jährt sich zum dritten Mal der 7. Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen in Israel das schwerste Massaker an Juden seit der Shoah verübten: Über 1.200 Menschen wurden getötet – darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen – und Hunderte Geiseln ihren Familien entrissen. Gleichzeitig finden heute auch propalästinensische Demonstrationen gegen den Krieg im Gaza-Streifen statt. Anna Scarafoni, Fraktionsvorsitzende von Fratelli d’Italia im Südtiroler Landtag, hält das für unangebracht.
Das Blutbad am 7. Oktober hat die Zeitgeschichte tief geprägt, die Folgen lasten bis heute auf dem gesamten. Durch die Amerikanische Friedensinitiative im September und Oktober 2025 kam es zu einer relativen Waffenruhe, echter Frieden ist jedoch noch nicht eingekehrt.
„Das Recht auf friedliche Demonstration ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie und muss allen garantiert werden, egal für welches Anliegen“, erklärt Scarafoni in einer Aussendung. „Gerade deshalb halte ich es jedoch für völlig unangebracht, dass man sich entschieden hat, ausgerechnet heute in Bozen auf die Straße zu gehen – an dem Tag, an dem die zivilisierte Welt der Opfer dieses Grauens gedenkt. Es gibt 364 andere Tage im Jahr, um die eigene Haltung zur Lage in Gaza zum Ausdruck zu bringen. Einen Tag zu wählen, der mit dem Gedenken an einen Massenmord zusammenfällt, bedeutet im Grunde, diese Erinnerung zu überlagern und einen Trauertag in ein Mittel der Propaganda zu verwandeln.“
„Das Leid der zivilen Opfer verdient Respekt, auf welcher Seite sie sich auch befinden“, fährt Scarafoni fort. „Respekt zeigt sich aber auch in dem Feingefühl bei der Wahl von Zeitpunkt und Form. Heute sollten die Gedanken in erster Linie den Opfern des 7. Oktober und ihren Familien gelten. Ich hoffe, dass die Demonstration friedlich verläuft und niemand diesen Tag nutzt, um Hassbotschaften oder Antisemitismus zu verbreiten, die in Südtirol wie auch in ganz Italien keinen Platz haben dürfen.“




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