Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – In Bozen fehlen dringend Plätze in Seniorenwohnheimen. Bis zum Jahr 2030 werden über 800 zusätzliche Betten benötigt. Für ältere Menschen und ihre Angehörigen bedeutet die lange Suche nach einem Heimplatz oft eine große Belastung. Die Soziale Mitte der SVP-Bozen fordert deshalb, die Vereinbarung mit den Deutschordensschwestern von Lana rasch zu verlängern und Klarheit über die Zukunft der zugesagten Plätze zu schaffen.
Am 30. September 2020 unterzeichnete die Stadt Bozen eine Vereinbarung über insgesamt 75 Betreuungsplätze in den Einrichtungen der Deutschordensschwestern in Lana und Tisens. 40 Plätze sollten ab dem 1. Oktober 2020 und weitere 35 ab dem 1. Oktober 2021 zur Verfügung stehen. Die Vereinbarung war auf sechs Jahre ausgelegt und lief somit Ende September 2026 aus. Eine Verlängerung ist laut Vertrag möglich, sofern noch keine endgültige Lösung gefunden wurde und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
“Die Ausgangslage war bereits damals klar: Die Plätze in den Seniorenwohnheimen reichten nicht aus, die Wartelisten waren lang und kurzfristig waren kaum geeignete Alternativen verfügbar. Die Vereinbarung sollte helfen, den dringendsten Bedarf zu decken, bis zusätzliche Plätze geschaffen werden. Die Gemeinde Bozen prüft derzeit die Möglichkeit einer Verlängerung. Da diese laut Vereinbarung auch mit Kosten für die Gemeinde verbunden wäre, sei eine entsprechende Bewertung notwendig. Eine endgültige Entscheidung steht somit noch aus. Natürlich müssen die Kosten geprüft werden. Aber bei einem so großen Bedarf darf die Finanzierung nicht zum Grund für weitere Verzögerungen werden”, betont Stefan Stauder, Vorsitzender der Sozialen Mitte der SVP-Bozen. „Hinter jeder Zahl auf der Warteliste stehen ältere Menschen, die Betreuung benötigen, und Angehörige, die Unterstützung brauchen.“
Die Soziale Mitte der SVP-Bozen fordert von der Stadtverwaltung und der zuständigen Sozialstadträtin eine rasche Entscheidung. Dazu gehören eine klare Übersicht über die tatsächlich verfügbaren Plätze, Transparenz über die Kosten und ein konkreter Plan für jene Kapazitäten, die evtl. nicht mehr zur Verfügung stehen.
„Die Vereinbarung war als Übergangslösung gedacht, bis Bozen ausreichend Seniorenheimplätze schaffen kann. Solange dieser Bedarf nicht gedeckt ist, müssen wir alle sinnvollen Möglichkeiten nutzen“, so Stauder.
Bozen dürfe keine Zeit verlieren: “Bestehende Möglichkeiten müssen gesichert und zusätzliche Seniorenheimplätze entschlossen vorangetrieben werden.”




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