Von: Matthias Knapp
St. Martin in Thurn – Am Vormittag des 13. Oktober hat die Landesregierung im Museum Ladin in St. Martin in Thurn eine außerordentliche Sitzung mit den Bürgermeistern des Gadertals und Grödnertals abgehalten. Zu den zentralen Themen auf der Tagesordnung gehörte die Mobilität, ein Bereich, der sowohl in die Zuständigkeit des Landes Südtirol als auch in das Interesse der beiden ladinischen Täler fällt. “Gerade in den ladinischen Tälern ist Sicherheit eine zentrale Voraussetzung für Mobilität. Sichere Straßen und Infrastrukturen sind die Grundlage für einen verlässlichen öffentlichen Verkehr und für die individuelle Mobilität. Deshalb steht die Sicherheit an erster Stelle”, sagte Mobilitäts- und Landesrat Daniel Alfreider.
Maßnahmen entlang der Gadertaler Staatsstraße
Mitte Mai wurden die Arbeiten entlang der Gadertaler Staatsstraße (SS 244) abgeschlossen (LPA hat berichtet). Die Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Landesforstdienst und dem Straßendienst des Landes, Südtiroler Unternehmen, Fachleuten, Arbeitern und Grundeigentümern umgesetzt. Ziel war es, die Verkehrssicherheit nach den Schäden durch den Borkenkäfer wiederherzustellen. Dieser hatte den Schutzwald beeinträchtigt und damit das Risiko von Steinschlag und Muren erhöht. Landesrat Alfreider informierte zudem darüber, dass die Straße am 24. und 25. Oktober für weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit nochmals gesperrt wird.
Verstärkte Schutzmaßnahmen zwischen Zwischenwasser und Pikolein
Zusätzlich zu den bereits umgesetzten Maßnahmen hat die Landesregierung im Juni Änderungen an den technischen Merkmalen eines weiteren Sicherheitsprojekts zwischen Zwischenwasser und Pikolein (LPA hat berichtet) genehmigt. Vorgesehen sind die Errichtung von 36 Steinschlagschutzbarrieren, die Anpassung von Wasserableitungsanlagen sowie weitere ergänzende Sicherheitsmaßnahmen.
Umfahrung von Wolkenstein
Ein weiteres wichtiges Infrastrukturvorhaben betrifft die Grödner Straße und Sellajochstraße (SS 242): die Umfahrung von Wolkenstein in Gröden (LPA hat berichtet). Ziel des Projekts ist es, den Durchgangsverkehr im Ortszentrum zu verringern und die Verkehrssituation im Dorf zu entlasten.
Radwege
Landesrat Daniel Alfreider sprach mit den Bürgermeistern auch über den Ausbau der Radwege. Am Beispiel des geplanten Radwegs am Valparolapass wurde erläutert, wie solche Projekte umgesetzt werden. Dabei wurde die Aufgabenverteilung erklärt: Die Gemeinden schlagen Projekte vor, der Gemeindenverband setzt sie um und das Land Südtirol finanziert sie.




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