Von: Redaktion Südtirol News
St. Ulrich – Mit der einstimmigen Genehmigung des neuen Koalitionsprogramms und mehrerer zentraler Infrastrukturprojekte hat der Gemeinderat von St. Ulrich in seiner Sitzung vom 29. Juli wichtige Weichen für die Zukunft des Dorfes gestellt. Für die SVP erfüllt sich damit das Wahlversprechen, mit dem sie vor einem Jahr in die Gemeinderatswahl gegangen ist: „Wir treffen Entscheidungen.“
Nach den Wahlen mit je neun Gemeinderäten der SVP und der Lista Unica war von Beginn an klar, dass Verantwortung nur gemeinsam übernommen werden kann. Die neun SVP-Gemeinderäte haben sich deshalb in den vergangenen Monaten viermal zu eigenen Arbeitssitzungen getroffen. Unter der Federführung der Fraktionssprecherin Ines Demetz wurde das Koalitionsprogramm überarbeitet, ergänzt und weiterentwickelt. Bereits im Juli 2025 hatte Bürgermeister Tobia Moroder ein programmatisches Dokument vorgelegt.
Die SVP konnte diesem damals nicht zustimmen, weil beim Projekt Fever lediglich eine Verbindungsstraße vorgesehen war, nicht aber die notwendige Tiefgarage. Nachdem eine Arbeitsgruppe mit politischer Vertretung und Anrainern im Februar 2026 eindeutig festgestellt hatte, dass Tiefgarage und Verbindungsstraße gemeinsam verwirklicht werden müssen, wurde das Programm vom Bürgermeister nicht mehr zur Beschlussfassung in den Gemeinderat eingebracht.
Die SVP hat daraufhin die Initiative übernommen, das Programm neu ausgearbeitet und dabei auch Vorschläge der Lista Unica aufgenommen. Das Ergebnis konnte nun einstimmig beschlossen werden. Damit herrscht endlich Klarheit über die wichtigsten Projekte der laufenden Amtsperiode. Von besonderer Bedeutung ist die einstimmige Genehmigung des Projekts Setil mit Parkgarage und neuer Hauptbushaltestelle.
Dieses Vorhaben ist laut SVP ein wesentlicher Schritt, um das seit Jahren bestehende Verkehrschaos im Dorf nachhaltig zu entschärfen. Das Projekt wird gemeinsam vom Tourismusverein und der Gemeinde umgesetzt. Ebenso einstimmig beschlossen wurden die Tiefgarage mit Verbindungsstraße im Bereich Fever sowie die Verbindungsstraße Sneton–Sacun. Damit würden die Voraussetzungen für einen autofreien Kirchplatz geschaffen, das Ortszentrum aufgewertet und vor allem die Sicherheit für Fußgänger und Schulkinder deutlich verbessert.
Ein weiteres Schlüsselprojekt bleibe die Umfahrungsstraße von St. Ulrich. Die SVP hat dazu bereits mehrfach Gespräche mit dem zuständigen Landesrat geführt. Bürgermeister Tobia Moroder betonte in der Gemeinderatsitzung, wie wichtig es sei, im Sinne der Koalition an einem Strang zu ziehen: Man werde sich gemeinsam beim Land mit Nachdruck für eine rasche Fortführung des Projekts einsetzen.




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