Vernichtendes Urteil

US-General glaubt, dass Putin Trump in der Hand hat

Freitag, 06. November 2026 | 09:04 Uhr

Von: Matthias Knapp

Nach der krachenden Niederlage der Republikaner bei den Midterms rechnet General a.D. Ben Hodges, ehemaliger Oberkommandierender der US-Armee in Europa, jetzt bei Maybrit Illner mit der Außenpolitik von Präsident Donald Trump ab. Vor allem Trumps Haltung im Ukraine-Krieg steht dabei im Fokus.

Der 68-Jährige lässt kein gutes Haar an Trumps Vorgehensweise, zumal dieser sich immer wieder russische Narrative angeeignet hat. Obwohl Russland als Aggressor ein fremdes Land überfällt, übte Trump mehrmals Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus. Für den US-General ist nur eine Erklärung schlüssig: Der Kreml muss Trump in der Hand haben.

Wörtlich sagte Hodges: „Das ist ganz klar, dass Trump irgendwie von Wladimir Putin unter Druck gesetzt wird. Ich glaube, er ist gekauft worden!“

Das Gerücht, dass Trump während einer Moskau-Reise vom sowjetischen Geheimdienst KGB als Spion oder Informant angeworben worden sei, kursiert bereits länger. Befeuert wurden die Vermutungen vom ehemaligen kasachische Sicherheitschef Alnur Mussajew. Trump sei im Jahr 1987 unter dem Pseudonym „Krasnov“ rekrutiert worden, schrieb Mussajew laut einem Bericht der kasachischen Zeitung „Kursiv“ auf Facebook im Jahr 2025.

Belege für die Behauptung gibt es nicht. Andere glauben, dass sich Trump von Putin einfach deshalb beeinflussen lässt, weil der US-Präsident autoritäre Herrscher bewundert, die ohne Kontrolle durchregieren. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass sich Trump von Putin durch gemeinsame Geschäftsinteressen ködern lässt.

In diese Richtung passt auch die These von Hodges, der gnadenlos die Konsequenzen aufzeigt: „Der Präsident kann jetzt entweder gestehen und sagen: ‚Okay, ich gehöre zu Putin’, oder er zieht das so lange wie möglich hinaus und hofft, dass der nächste, der auf ihn folgt, ihn vor strafrechtlicher Verfolgung schützen wird.“

Insgesamt fällt das Urteil des US-Generals vernichtend aus. „Für mich als Amerikaner kann ich nur sagen: Wir hatten noch nie einen perfekten Präsidenten, aber es ist so peinlich, einen Präsidenten zu haben, der nicht nur selbst korrupt ist, sondern auch anderen die Möglichkeit gibt, korrupt zu sein“, erklärte Hodges in der Show.

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