Von: importer
US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance haben Einwanderung für Ausschreitungen bei den Massenprotesten in Frankreich verantwortlich gemacht. “Westliche Liberale haben im Namen von Diversität und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert”, so Vance am Samstag. Trump ergänzte am Sonntag: “Die Zuwanderung von Menschen aus einer komplett anderen Welt, von Menschen mit hasserfüllten Herzen, hat dieses einst so großartige Land zerrüttet.”
Vance veröffentlichte im Kurzbotschaftendienst X zudem ein Video, das das in Brand gesteckte Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigt. “Sie haben grundlegende Fragen über Assimilation und Kompatibilität ignoriert”, fuhr der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump fort. “Ihnen wurde gesagt, dass es dazu führen würde, und sie haben nicht gehört.” Er “bete” dafür, dass Frankreich “diesen Wahnsinn beendet, bevor mehr seiner Wahrzeichen brennen”.
Vance, der wie Trump unter anderem in der Migrationspolitik scharf rechte Positionen vertritt, versuchte zugleich, die Ausschreitungen in Frankreich für den Wahlkampf vor den US-Kongresswahlen zu nutzen und die oppositionellen US-Demokraten zu attackieren: Die US-Bürger sollten achtgeben, schrieb der Vizepräsident auf X. “Das ist die Zukunft, die die Demokraten im Kongress für euer Land wollen.” Er hoffe,” die Amerikaner schauen sich das an.”
Trump: “Schließt eure Grenzen”
“Frankreich brennt!”, schrieb Trump einige Stunden später auf seiner Plattform Truth Social und schlug in eine ähnliche Kerbe. Schließt eure Grenzen und übernimmt die Kontrolle, bevor es zu spät ist!”
Landesweite Massenproteste
In Frankreich war es am Samstag am Rande von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten, an denen sich Hunderttausende überwiegend friedlich beteiligten, auch zu schweren Ausschreitungen gekommen. Frankreichs Regierung sprach von “gewalttätigen ultralinken” Randalierern. Das Thema Migration schien zunächst keine größere Rolle zu spielen.
In mehreren Städten wurden Gebäude und Autos in Brand gesetzt und Geschäfte geplündert. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei. Nach Angaben der französischen Regierung wurden rund 2.000 Personen festgenommen und um die 600 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt.
Trumps Regierung setzt in den USA auf einen harten Kurs gegen Migranten und brüstet sich mit Massenabschiebungen. Der Präsident und sein Vize haben Europa auch in der Vergangenheit immer wieder für seine angeblich laxe Asyl- und Migrationspolitik kritisiert. Sie werfen europäischen Staaten vor, zu viele Einwanderer ins Land zu lassen. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025 verfolgen die USA eine rigorose Abschiebepolitik.




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