Von: importer
Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind laut Angaben des Zivilschutzes mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in Onlinediensten mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht. 27 Personen galten als vermisst.
Nach dem ersten Luftangriff habe es einen zweiten Angriff mit neun weiteren Bomben direkt auf den Schutzraum gegeben, in dem sich Menschen versammelt hätten. Die russische Seite habe wissen müssen, dass dort wöchentlich Hilfe an die Bewohner ausgegeben werde. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es laut Selenskyj einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können. “Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben – Russland zählt auf weitere Morde”, schrieb der Staatschef. Er forderte eine weltweite “starke und harte” Reaktion.
Zuvor hatte das russische Militär nach eigenen Angaben eine militärische Einrichtung in der ukrainischen Region Odessa angegriffen. Außerdem sei ein für militärische Zwecke genutztes Frachtschiff getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das Schiff habe sich 58 Kilometer südlich der Hafenstadt am Schwarzen Meer befunden. Unabhängig davon erklärte ein Behördenvertreter in Odessa ebenfalls auf Telegram, bei einem russischen Angriff seien vier Menschen verletzt worden.
Region Saporischschja regelmäßig Ziel von Gleitbombenangriffen
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion. Die frontnahe Region Saporischschja ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer Luftangriffe. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige.
Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben galten auch immer wieder Lagergebäuden in der Region. Gleitbomben spielen dabei eine große Rolle. Sie werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann per Satellitennavigation ins Ziel.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen