Von: importer
England hat Kroatien in der Fußball-Nations-League ein schweres Debakel zugefügt. Der WM-Dritte feierte am Samstag in Gruppe 3 der Liga A in Rijeka gegen den WM-Zweiten von 2018 einen 7:0-Auswärtssieg und hätte die Partie sogar höher gewinnen können. Für die Kroaten war es die höchste Niederlage in der Verbandsgeschichte. In Führung liegt weiterhin Spanien, der Weltmeister hält nach einem 3:1-Heimsieg über Tschechien beim Punktemaximum von neun Zählern.
Harry Kane (8., 53.), Jude Bellingham (21.), Anthony Gordon (39.), Bukayo Saka (45., 68.) und Morgan Rogers (87.) trafen für die Gäste, die noch weitere Chancen liegen ließen. England hält nach drei Partien bei sechs Zählern, die Kroaten bei drei.
Das Spiel im Stadion Rujevica fand vor ungewöhnlicher Kulisse statt. Nach rassistischen Beleidigungen kroatischer Fans im Nations-League-Viertelfinale gegen Frankreich im März 2025 hatte die UEFA eigentlich einen kompletten Zuschauerausschluss verhängt. Allerdings lud der kroatische Verband mehrere tausend Kinder und Jugendliche ein, die das Spiel kostenlos verfolgen durften. Das UEFA-Regelwerk erlaubt eine solche Maßnahme ausdrücklich. Auch rund 100 englische Fans waren im Stadion.
Scharfe Kritik von kroatischen Medien
Die kroatische Presse ging danach mit ihrer Auswahl hart ins Gericht. “Das ist eine unnatürliche, inakzeptable Katastrophe! Nicht, dass wir nicht zur Elite gehören würden, wir sind zu San Marino geworden. Die Träume vom Viertelfinale sind geplatzt, das Aufwachen ist schmerzhafter als nach zwanzig Bieren”, resümierte “Jutarnji List”. “Index-hr” hob den kroatischen Tormann hervor. “Immerhin verhinderte Dominik Livakovic, dass England in Rijeka mindestens 13 Tore erzielte.”
Für Spanien begann in Oviedo alles plangemäß. Lamine Yamal brachte die Iberer mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze in Führung (6.) Rodri legte nach (35.). Im Laufe der zweiten Hälfte schlich sich beim großen Favoriten allerdings der Schlendrian ein. Jiri Slama verkürzte (69.), und Spanien begann zu wackeln. Dann aber machte Mikel Merino aus einem Konter alles klar (89.) und sorgte damit endgültig dafür, dass der regierende Welt- und Europameister seit bereits 41 Länderspielen nach regulärer Spielzeit ungeschlagen ist.




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