Von: importer
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick blickt der Verkündung des Strafmaßes im Finanzskandal um den englischen Topclub Manchester City mit Interesse entgegen. “Wenn man sich anschaut, was mit anderen Vereinen schon passiert ist für verhältnismäßig bei weitem weniger schwerwiegende Vergehen, wird es sicherlich spannend zu sehen, was da für ein endgültiges Urteil gesprochen wird”, sagte der frühere Trainer des Stadtrivalen Manchester United nach Österreichs 2:2 in Dublin gegen Irland.
ManCity war von einer unabhängigen Kommission wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League in den Saisonen 2009/10 bis 2017/18 in allen wesentlichen Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Der Club soll Scheinverträge mit Geschäftspartnern geschlossen und so Finanzierungen von mehr als 830 Millionen Pfund (970 Millionen Euro) verschleiert zu haben. City bestreitet das und will Rechtsmittel einlegen. Das Strafmaß soll erst danach festgelegt werden.
Art der Bestrafung offen
“Die spannende Frage wird jetzt sein, wie reagiert man da drauf, mit welcher Art von Bestrafung”, sagte Rangnick. Der 68-jährige Deutsche verwies unter anderem auf die jüngste Strafe für Southampton. Der Zweitligist war Ende der Vorsaison vom Aufstiegs-Play-off ausgeschlossen worden, weil ein Mitarbeiter ein gegnerisches Training ausspioniert hatte. Zudem wurden Southampton für die laufende Spielzeit vier Punkte abgezogen. ManCity könnten nachträglich mehrere Meistertitel aberkannt werden. Auch der Zwangsabstieg scheint möglich.
Rangnick betreute den Stadtrivalen United unmittelbar vor seiner Tätigkeit beim ÖFB zum Ende der Saison 2021/22 ein halbes Jahr als Interimscoach. Damals landete er mit den “Red Devils” in der Liga auf Endrang sechs. Meister wurde ManCity einen Punkt vor Liverpool.




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