Von: Martin Geier
Wien/Bruneck – Zwei Tage nach der Niederlage in Linz ist der HC Falkensteiner Pustertal zu Gast in Wien. Auch die Capitals mussten am Freitag eine Niederlage hinnehmen (auswärts in Budapest) und wollen vor heimischem Publikum wieder voll punkten. Während Coach Jaspers auf das gesamte Lineup zurückgreifen kann, muss Wien weiterhin auf Nogier und Lanzinger verzichten.
Im ersten Drittel kommt nur wenig Spielfluss auf. Es ist geprägt von vier Strafen (je zwei auf beiden Seiten), bei denen beide Teams zwar ein gefälliges Überzahlspiel aufziehen, doch beim letzten Pass oder beim entscheidenden Abschluss fehlt die nötige Präzision. Entsprechend überschaubar bleibt die Torgefahr. Die besten Möglichkeiten für die Wölfe ergeben sich zur Mitte des Drittels: Zunächst prüft Glira Caps-Goalie Reideborn, dann kommt Fitzgerald frei im Slot zum Abschluss (10. Min.). Eine Minute später haben Deluca und Moncada weitere gute Chancen. Auf der Gegenseite bietet sich den Hausherren kurz vor der ersten Pause die beste Möglichkeit: Der aufgerückte Bourque zieht ab, doch Pasquale ist zur Stelle. So geht es torlos in die Kabinen.
Im zweiten Abschnitt kommen die Wölfe zunächst gut ins Spiel. Osmanski sorgt in der 23. Minute für Gefahr, eine Minute später setzt Ierullo zu einer starken Einzelaktion an, scheitert aber an Reideborn. Glück haben die Wölfe wenig später, als Gersich nach einem Querpass vor dem praktisch leeren Tor über die Scheibe wischt. In der 28. Minute muss der HCP nach einer Strafe gegen Deluca in Unterzahl ran: Vey trifft dabei den Außenpfosten, ansonsten verteidigen die Wölfe souverän. Auch zwei folgende Powerplays der Wölfe bleiben zunächst ohne Ertrag. Kurz vor Ablauf der zweiten Strafe gelingt dann doch die Führung: Lipon reagiert nach einem Abpraller vor dem Tor am schnellsten und verwertet den Puck aus kurzer Distanz zum 0:1 (36.). Als bereits alles auf die zweite Pause hindeutet, kommt es jedoch noch bitter: Nach einer Rettungsaktion von Osmanski gegen den durchgebrochenen Vey entscheiden die Schiedsrichter auf Penalty. Der Capitals-Kapitän tritt an und bezwingt Pasquale 15 Sekunden vor der Sirene zum 1:1. Damit geht es wieder mit einem Unentschieden in die Kabinen.

Im Schlussabschnitt scheitert Fitzgerald zunächst in der 45. Minute allein vor Reideborn, doch im anschließenden Powerplay schlagen die Wölfe zu. Nach mehreren hochkarätigen Möglichkeiten, darunter einer Riesenchance von Ierullo, zieht Fitzgerald aus dem linken Bullykreis ab und trifft mit einem präzisen Handgelenksschuss ins lange Kreuzeck zum 1:2 (47.). Die Capitals erhöhen nun den Druck und wollen die Partie noch nicht aufgeben. In der 52. Minute muss der HCP nach einer Strafe gegen Moncada erneut in Unterzahl ran. Gregoire scheitert zunächst mit einer Großchance am glänzend reagierenden Pasquale, doch kurz darauf ist auch der Puschtra Schlussmann machtlos: Bailen trifft mit einem wuchtigen Direktschuss zum 2:2 (53.). Als Rueschhoff in der 56. Minute auf die Strafbank muss, wittern die Wiener ihre Chance auf einen Heimsieg. Pasquale hält zunächst gegen Gregoire und Komarek stark, doch 13 Sekunden vor Ablauf der Strafe ist er erneut geschlagen: Vey bedient Gregoire vor dem Tor, der sich geschickt dreht und die Scheibe zum 3:2 über die Linie stochert (58.). Jaspers nimmt daraufhin ein Timeout und Pasquale für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Wölfe werfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, der Ausgleich gelingt jedoch nicht mehr. Damit geben die Wölfe das Spiel noch aus der Hand und müssen sich in Wien trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung geschlagen geben.
Weiter geht es für den HCP am Freitag mit einem Heimspiel: für das erste Tiroler Derby der Saison kommen die Innsbrucker Haie nach Bruneck. Spielbeginn in der Intercable Arena ist 19:45 Uhr.
Vienna Capitals – HC Falkensteiner Pustertal 3:2 (0:0, 1:1, 2:1)
Referees: HUBER A., WINKLER, Bedynek, Dummermuth-Haas
Goals: 0:1 HCP JC Lipon (35:23/PP1), 1:1 VIC Linden Vey (39:45/PS), 1:2 HCP Gerry Robert Fitzgerald (46:24/PP1), 2:2 VIC Nicholas Bailen (52:56/PP1), 3:2 VIC Jeremy Gregoire (57:27/PP1)




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