Meixner gelang erstes A-WM-Tor für Österreich

ÖEHV-Frauen verlieren bei A-WM-Premiere 1:4 gegen Tschechien

Freitag, 06. November 2026 | 18:01 Uhr

Von: importer

Das österreichische Frauen-Eishockey-Team hat sich bei seiner A-WM-Premiere beachtlich geschlagen, gegen Tschechien aber 1:4 (1:1,0:1,0:2) verloren. Kapitänin Anna Meixner gelang am Freitag in Esbjerg im ersten Gruppenspiel die Führung, letztlich ging man gegen den klar favorisierten Weltranglisten-Dritten aber erwartungsgemäß als Verlierer vom Eis. Bereits am Samstag steigt für die junge Auswahl von Teamchef Alexander Bröms gegen Deutschland (19.00 Uhr) das nächste Match.

“Es war unfassbar, endlich auf dieser Bühne stehen zu können. Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen mit dieser Truppe, das spürt man am Eis, und ich hoffe, man sieht es auch draußen”, sagte Meixner und betonte: “Ich glaube, wir brauchen uns nicht verstecken, wir haben alles reingegeben, haben probiert dagegen zu drücken, das können wir definitiv mitnehmen.”

Torschützin Meixner stolz

Ihr Treffer zum 1:0 sei etwas ganz Besonderes gewesen. “Ich brauche ein bisschen, dass ich das sickern lasse. Es ist ein unglaublicher Moment für das ganze Team, ich bin unglaublich stolz auf die Truppe, wie weit wir es geschafft haben, dass wir endlich da sind. Jetzt heißt es genießen und alles geben, was in uns ist.”

Die Österreicherinnen starteten vor 415 Fans ambitioniert in das für sie historische Match und wurden in der achten Minute mit dem 1:0 belohnt. Nach Zuspiel von Theresa Schafzahl traf Meixner aus einem schnellen Gegenstoß. Die routinierte Schweden-Legionärin überlief mit hoher Geschwindigkeit die tschechische Defensive und ließ auch der Torfrau keine Chance. Den Ausgleich bezogen die Österreicherinnen nach zunächst erfolgreicher Gegenwehr und einigen Paraden von Schlussfrau Selma Luggin erst kurz vor Ende des ersten Drittels.

ÖEHV-Team hielt lange gut mit

Im Mittelabschnitt ließ das ÖEHV-Team zwei Powerplay-Möglichkeiten inklusive eines Stangentreffers von Meixner ungenützt, hielt aber noch längere Zeit das 1:1. Der zweite Gegentreffer in der 34. Minute fiel nach Ablauf der ersten Zweiminutenstrafe gegen Österreich unglücklich, denn die Scheibe wurde vom Schlittschuh von Annika Fazokas ins eigene Tor abgelenkt. Daraufhin wurde der Druck der Tschechinnen aber deutlich größer, die rot-weiß-rote Truppe rettete sich zunächst noch ohne weiteres Gegentor in die Pause.

Das Schlussdrittel dominierte Tschechien mit zahlreichen Topchancen klar. Der 37. Schuss der zweimaligen WM-Dritten auf das Gehäuse der starken Luggin fand in der 53. Minute schließlich nach einem Gestocher den Weg ins Tor. Eineinhalb Minuten vor Schluss kassierte Österreich durch einen Empty-Net-Treffer noch das 1:4. “Wir wussten, dass es ein hartes Match wird. Insgesamt waren es zwei gute Drittel, im letzten haben sie uns ein wenig zu viel in die eigene Zone gedrängt”, sagte Bröms. Der Schwede hob das gut funktionierende Penaltykilling und Powerplay hervor.

Nach dem zweiten Gruppenspiel gegen die Deutschen warten am Montag Weltmeister und Olympiasieger USA sowie am Dienstag die Schweiz. Die vier besten Teams der beiden Fünfergruppen kommen ins Viertelfinale, die Gruppenletzten spielen um den Klassenerhalt.

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