Nach dem Sieg gegen Belgien wartet beim Finalturnier Spanien

ÖTV-Team beim Davis-Cup-Finalturnier gegen Spanien

Dienstag, 22. September 2026 | 13:16 Uhr

Von: importer

Österreichs Davis-Cup-Team trifft beim Finalturnier der besten acht Mannschaften im November in Bologna auf Spanien. Der Vorjahresfinalist wurde der ÖTV-Auswahl von Jürgen Melzer am Dienstag als Viertelfinalgegner zugelost und ist unbestritten Favorit. Das Final-8 des Tennis-Mannschaftsbewerbs wird von 24. bis 29. November auf Hartplatz in der Halle ausgetragen. Titelverteidiger Italien hat Südkorea zum Gegner, Deutschland spielt gegen Großbritannien, Tschechien gegen Kanada.

Das ÖTV-Team, das sich zum zweiten Mal in Folge für das Finalturnier qualifiziert hat, ist klarer Außenseiter. Angeführt vom Weltranglisten-Dritten Carlos Alcaraz finden sich sieben Spanier unter den besten 70 der Weltrangliste, während Österreich keinen Top-100-Spieler hat. In der Qualifikation setzte sich der sechsfache Davis-Cup-Sieger am vergangenen Wochenende mit Rafael Jodar (ATP-14), Daniel Merida (ATP-41), Martin Landaluce (ATP-62) sowie Pedro Martinez/Jaume Munar gegen Chile problemlos mit 4:0 durch.

Egal mit wem, Spanien Favorit

“Es hängt viel davon ab, wer bei Spanien im Team ist. Wenn Alcaraz und Jodar spielen sollten, ist das eine Hammeraufgabe. Wenn wie zuletzt in Chile Jodar und Merida, dann sind wir auch Außenseiter, aber ich glaube, unser Team hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass es über sich hinauswachsen kann. Das muss es gegen Spanien auch. Das ist eine extrem schwierige Aufgabe”, erklärte Davis-Cup-Kapitän Melzer.

Vor einem Jahr fehlte Alcaraz bei der 0:2-Finalniederlage gegen Italien, das auf dem Weg zum dritten Triumph in Serie mit einem 2:0 gegen Österreich gestartet war. “Wir werden es angehen wie auch sonst immer: Wir werden uns bestmöglich vorbereiten, schauen, wer vor Ort ist und spielen könnte, und dann unser Bestes geben. Vor allem Jurij (Rodionov) hat dort letztes Jahr wirklich gut gespielt. Die Bedingungen haben ihm getaugt, und bei ‘best of three’ ist vieles drinnen”, sagte Melzer.

ÖTV hofft auf rege Fan-Unterstützung

“Spanien ist ein richtiger Brocken”, betonte auch ÖTV-Präsident Richard Grasl. “Aber auch gegen Belgien hat man gesehen, dass im Davis Cup alles möglich ist. Wir hoffen, dass uns viele Fans nach Bologna begleiten und arbeiten schon an einer Fanreise”, sagte Grasl. Gegen Belgien hat sich Österreich in der Besetzung Jurij Rodionov, Lukas Neumayer, Lucas Miedler/Neil Oberleitner mit einem 3:1-Sieg in Wien das Ticket für das Finalturnier geholt. “Es ist eine Wahnsinnsleistung. Das ein zweites Mal zu schaffen, ist richtig cool. Das Team ist richtig stark, alle wachsen über sich hinaus”, fand Dominic Thiem in “Sport und Talk aus dem Hangar-7” auf ServusTV lobende Worte für seine Nachfolger.

Die Teilnahme am Finalturnier sichert der Equipe ein Mindestpreisgeld von 500.000 Dollar (436.300 Euro), 80 Prozent davon gehen an die Spieler.

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