Von: Matthias Knapp
Bozen – Der FC Südtirol kehrt am sechsten Spieltag der Serie B 2026/27 ins Drusus-Stadion zurück. Am Samstag, den 10. Oktober um 15.00 Uhr empfangen die Weißroten den von Francesco Tomei betreuten Traditionsverein Ascoli.
Für Kapitän Fabian Tait und Co ist es der erste Auftritt vor heimischem Publikum seit 28 Tagen. Die bislang letzte Partie in der Bozner Fußballarena fand am 12. September gegen Modena statt und endete mit einem 1:1-Unentschieden. Die Begegnung mit Ascoli markiert zudem die Wiederaufnahme des Ligabetriebs nach der ersten Länderspielpause der laufenden Saison.
Die Weißroten gehen mit elf Punkten in der Tabelle in den sechsten Spieltag. In den bisherigen fünf Meisterschaftsbegegnungen verbuchte der FCS drei Siege und zwei Unentschieden.
Nach dem 1:1 gegen Modena bestritt die Mannschaft von Coach Possanzini zuletzt zwei Pflichtspiele in der Fremde. Im Sechzehntelfinale des Italienpokals unterlagen die Weißroten dem Erstligisten Genoa knapp mit 0:1, während sie fünf Tage später in Arezzo ihren ersten Auswärtssieg in der laufenden Serie B-Meisterschaft feierten. Beim spektakulären 4:1-Erfolg in der Toskana erzielte Rispoli in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Führungstreffer, ehe sich nach dem Seitenwechsel auch Lopes, Mixtur und Giorgini in die Torschützenliste eintragen konnten.
Gegen Ascoli muss Trainer Possanzini auf Hamza El Kaouakibi, Niklas Pyyhtiä, Marco Varnier und Bjarki Bjarkason verzichten. Hinsichtlich einer Einberufung von Federico Davi und Kevin Zeroli steht eine Entscheidung noch aus.
Der Gegner
Im vergangenen Sommer gelang Ascoli nach zweijähriger Abwesenheit die Rückkehr in die Serie B. Der Traditionsverein aus den Marken nimmt in dieser Saison an seiner insgesamt 28. Zweitligameisterschaft teil. In der letztjährigen Spielzeit belegten die Schwarz-Weißen den zweiten Platz in der Gruppe B der Serie C und sicherten sich anschließend über die Playoffs den Aufstieg in die zweite Liga. Trainer Francesco Tomei blieb nach diesem Erfolg im Amt und verlängerte seinen Vertrag bis 2029.
Ascoli konnte in den ersten fünf Spielen der laufenden Meisterschaft zehn Punkte einfahren. In den ersten drei Begegnungen verbuchte der „Picchio“ Siege gegen Hellas Verona und Benevento sowie ein Unentschieden gegen Carrarese. Die bislang einzige Niederlage folgte am 4. Spieltag beim Auswärtsspiel in Padua, das Nicolas Galazzi mit seinem Treffer zugunsten der Gastgeber entschied. Im letzten Match vor der Länderspielpause setzte Ascoli erneut ein starkes Ausrufezeichen und feierte nach anfänglichem Rückstand einen 3:1-Heimsieg gegen Avellino. Nachdem Raffaele Russo die Gäste zunächst in Führung gebracht hatte, drehten die Schwarz-Weißen die Partie dank eines Eigentors von Patrick Enrici und eines Doppelpacks von Angreifer Andrea Silipo.
Auf taktischer Ebene setzt Coach Tomei (54) den in der vergangenen Saison eingeschlagenen Weg fort und lässt seine Mannschaft vorwiegend in einem 4-2-3-1-System auflaufen.
Augenmerk auf
Matteo Brunori, der im vergangenen Sommer von Palermo zu Ascoli wechselte, zählt zu den erfolgreichsten Torschützen der jüngeren Serie B-Geschichte. Der 31-Jährige kann zum aktuellen Zeitpunkt, einschließlich der Playoffs, insgesamt 184 Einsätze und 51 Treffer in der zweithöchsten italienischen Spielklasse vorweisen. Der Italo-Brasilianer kam in der Anfangsphase der Meisterschaft in vier Partien zum Einsatz und erzielte mit dem Siegtreffer gegen Benevento sein erstes Tor für Ascoli.
Der aktuell erfolgreichste Torschütze der Schwarz-Weißen ist Andrea Silipo mit drei Treffern. Der 25-jährige Flügelspieler traf zum Auftakt gegen Hellas Verona und schnürte beim bereits erwähnten Heimsieg gegen Avellino einen spielentscheidenden Doppelpack.
Mittelfeldspieler Giovanni Corradini bestreitet derzeit seine zweite Saison im Trikot von Ascoli. Fußballerisch ausgebildet wurde der 23-Jährige in den Nachwuchsabteilungen von Perugia und Fiorentina. Anschließend sammelte er wertvolle Erfahrungen bei Pro Vercelli und Ternana in der Serie C und war zwischenzeitlich auch für Spezia im Einsatz. In der vergangenen Saison kam Corradini in Meisterschaft, Playoffs und Serie C-Pokal auf insgesamt 32 Einsätze und vier Treffer und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg in die zweite Liga.
Das Schiedsrichtergespann
Die Begegnung zwischen dem FC Südtirol und Ascoli wird von Herrn Niccolò Turrini aus der Sektion Florenz geleitet. Zur Seite stehen ihm die Assistenten Matteo Passeri (Gubbio) und Dario Cecconi (Empoli) sowie der vierte Offizielle Daniele Perenzoni (Rovereto). Die Videoschiedsrichter der Partie sind die Herren Federico Dionisi (VAR; L’Aquila) und Giacomo Paganessi (AVAR; Bergamo).




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