Erster Grand-Prix-Siegespokal für Verstappen in Singapur

Start-Ziel-Sieg von Verstappen in Singapur vor Leclerc

Sonntag, 11. Oktober 2026 | 16:32 Uhr

Von: importer

Vierfach-Weltmeister Max Verstappen hat den totalen Triumph am Formel-1-Wochenende von Singapur perfekt gemacht. Nach dem Sprintsieg am Vortag aus der Pole Position gewann der Niederländer am Sonntag auch von Startplatz eins seinen ersten Grand Prix im Stadtstaat. Es ist der 73. GP-Karriere-Sieg des Red-Bull-Piloten, und das eine Woche nach seinem Saison-Premierentriumph in Malaysia. Auf den Plätzen landeten Charles Leclerc im Ferrari und WM-Leader Kimi Antonelli im Mercedes.

“Ich bin sehr glücklich zu gewinnen”, sagte Verstappen. “Wir haben die Geschwindigkeit genau dann gehabt, als wir sie gebraucht haben. Am Soft und am Medium-Reifen, auch wenn wir wie alle am Medium-Reifen Schwierigkeiten hatten.” Besonders macht Verstappens Lauf, dass er nun hintereinander auf zwei total unterschiedlichen Strecken triumphierte. “Schneller Kurs in Sepang und hier der Stadtkurs – die letzten zwei Rennen waren sehr, sehr positiv für uns und die Motivation ist extrem hoch. Wir versuchen, noch mehr gute Resultate abzuliefern.”

Pole Position am Stadtkurs als halbe Miete

Die von Verstappen in seinem zehnten Singapur-Anlauf mit 54 Tausendstel Vorsprung auf Leclerc herausgefahrene Pole Position stellte sich auf dem Stadtkurs wie erwartet als halbe Miete heraus. Der Monegasse erwischte den leicht besseren Start, steckte aber in der ersten Kurve zurück. Das bereute Leclerce im Nachhinein ein wenig: “Ich hätte am Start etwas aggressiver sein müssen.” So aber blieben die Top sechs in den ersten 18 Runden und damit ein Drittel der Distanz in der Reihenfolge des Qualifyings. Da herausgerechnet ist George Russell.

Der Brite musste wegen des regelwidrigen Power-Unit-Wechsels vom Ende des Feldes starten. Das bedeutete Platz 19, da ein Trio aus der Boxengasse loslegen musste. Darunter nach einem verpatzten Samstag Verstappen-Teamkollege Hadjar, der Franzose holte letztlich als Zehnter einen Punkt. Verstappen wusste sich aber auch alleine gegen die Konkurrenz zu helfen und hatte den Vorteil, auf neuen Soft-Reifen gestartet zu sein. Auch Leclerc hatte die weichere Variante am Wagen, jedoch keine neuen Reifen. Teamkollege Lewis Hamilton stattete die “Scuderia” mit gelben Mediums aus, womit man Verstappen mit zwei Taktiken bekämpfte. Bald war aber klar, dass “der Rote” die bessere Wahl war.

Hamilton der Verlierer im Reifenpoker

Hamilton wechselte daher als Erster des Feldes, der 41-jährige Brite war schon ab Runde 19 mit roten Rollen unterwegs. Der Rekordweltmeister machte damit Boden gut, am sechs Runden später in die Box gekommenen Leclerc kam er aber vorerst nicht vorbei. Hamilton wurde so mit dem besseren Reifensatz vom Teamkollegen gebremst. In Folge rächte sich der frühe Stopp Hamiltons immer mehr, in Runde 40 besorgte er sich so notgedrungen einen neuen roten Satz. Leclerc konnte er damit aber nicht halten, und er fiel noch weiter zurück, wurde lediglich Sechster.

Verstappen war von all dem unbeeindruckt. In einer Phase, als die McLaren des britischen Weltmeisters Norris und von Oscar Piastri seine ersten Verfolger waren, hielt er sich in 62-Runden-Rennen nach seinem Stopp auf gelbe Reifen in der 32. Runde knapp vor dem Australier in Front. In Folge fuhr der 29-Jährige in seinem 250. Grand Prix einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Es war der sechste Erfolg des “Oranje” von einer Pole aus en suite, insgesamt 39-mal ist ihm das schon geglückt. Im Kampf um die Top drei in der WM-Wertung meldete sich Verstappen damit kräftig zurück.

Antonelli vergrößerte seinen Vorsprung auf den als Neuntem noch in die Punkte gefahrenen Mercedes-Teamkollegen George Russell auf 102 Zähler und kann damit schon beim Grand Prix am 25. Oktober in Austin den WM-Titel holen. Über seinen Podestplatz war der 19-Jährige sogar ein bisschen überrascht: “Es war ein sehr hartes Rennen, ich bin sehr glücklich mit dem Podium.” Der Jungstar profitierte auch von einem Duell von Hamilton mit Norris, Letzterer wurde letztlich vor Piastri Vierter. Die Ränge sieben und acht gingen an Liam Lawson und Nico Hülkenberg.

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