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Die Siege in den drei Hauptkategorien bei den NIKI-Awards haben sich Radprofi Felix Gall, Giro-Zweiter und Vuelta-Dritter, Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock und Österreichs Fußball-Doublegewinner LASK geholt. Durchgeführt wurde die Wahl von der Sportjournalistenvereinigung Sports Media Austria (SMA), vergeben wurden die Preise auf der Lotterien Sporthilfe Gala. In weiteren Kategorien räumte auch der Österreichische Skiverband ab, viel Ehre wurde dem Fußball zuteil.
Fußballlegende Herbert Prohaska erhielt beim Galaabend in der Wiener Stadthalle aus den Händen seiner Enkel den Special Award für sein Lebenswerk. “Das ist total berührend. Wenn du was fürs Lebenswerk bekommst, weißt du, dass du nicht mehr zu den Jüngeren gehörst”, sagte der 71-Jährige. Sein Lebenswerk bestehe aus “drei F: Familie, Freunden und Fußball.” Ebenfalls aus dem Fußballsport kommt der Emotionale Sportmoment des Jahres, geliefert von Sasa Kalajdzic, der mit seinem späten Tor zum 3:3 gegen Algerien Österreich noch ins Sechzehntelfinale der WM geschossen hatte.
Gall vor Hämmerle und Lamparter
Gall, dem die Ehre als Sportler des Jahres bereits 2023 nach seinem Etappensieg und fünftem Gesamtrang bei der Tour de France zuteil geworden war, kam auf 1.321 Punkte, er wurde insgesamt 156 Mal auf Platz eins gewählt. Insgesamt 296 Sportjournalistinnen und Sportjournalisten gaben ihre Stimmen ab. Der zweitplatzierte Alessandro Hämmerle, der im Februar in Italien sein zweites Olympiagold eroberte, auf 802 (52) und der dreifache Olympia-Medaillengewinner und Gesamtweltcupsieger Johannes Lamparter auf 501 (12). Der 28-jährige Gall nahm die Trophäe in der Wiener Stadthalle aus den Händen von Vorjahressieger Daniel Tschofenig entgegen.
“Ich bin nicht zum ersten Mal da, aber es ist ein unglaublicher Moment, eine Riesenehre, dass ich da stehen darf”, sagte Gall. “Es war mein erfolgreichstes Jahr, ich bin extrem zufrieden damit”, meinte der Osttiroler. Er nehme die Auszeichnung für den österreichischen Radsport entgegen “für alle, die die Daumen drücken für mich, die mitfiebern”.
Skeleton vor Ski alpin und Mountainbike
Auch Flock setzte sich bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2026 mit 159 ersten Plätzen und 1.389 Punkten klar gegenüber der Skirennläuferin und Riesentorlauf-Kugelgewinnerin Julia Scheib (707/42) und der Mountainbikerin Valentina Höll (571/28), die sich heuer neuerlich den Weltmeistertitel und Weltcup-Gesamtsieg im Downhill geholt hatte, durch. Die Tirolerin, die im März im Eiskanal von Cortina zu Olympia-Gold gerast war, folgt bei ihrem Premierensieg auf Skirennläuferin Stephanie Venier.
Eine “sprachlose” Flock bekam die Trophäe von Marlies Raich überreicht. “Es ist eine Wertschätzung nicht nur für meinen Weg, sondern auch für die Sportart, die ich mache. Es ist eine Nischensportart. Da stecken so viele Menschen dahinter, die den Sport auch sichtbar machen”, sagte Flock. “Danke für alles.” Viermal war sie davon bereits unter den Top drei bei der Wahl gewesen. Seit 2010 kamen bis auf drei Ausnahmen – 2020 Ivona Dadic/Leichtathletik, 2021 Anna Kiesenhofer/Radsport, 2024 Victoria Hudson/Leichtathletik – alle Siegerinnen aus dem Wintersport.
LASK hängt Wintersport-Duos ab
Fußball-Doublegewinner LASK brachte es als Team des Jahres auf 98 erste Plätze und 969 Punkte und siegte vor den Olympia-Goldmedaillen-Duos Stephan Embacher/Jan Hörl (Skispringen) und Ariane Rädler/Katharina Huber (Ski alpin). Diese kamen jeweils auf 549 Zähler, die Männer hatten bei den ersten Plätzen mit 36:30 die Nase vorne und sind damit Zweite. Auch LASK-Erfolgscoach Dietmar Kühbauer kam zu Ehren, er wurde zum Trainer des Jahres gewählt. “Es ist eine große Auszeichnung, aber ich stehe nur da, weil es die Mannschaft gut gemacht hat”, sagte der Ex-Internationale.
In den zehn Wahlauflagen seit 2017 (Nationalteam Frauen) triumphierte damit zum achten Mal der Fußballsport, von 2018 bis 2022 war Red Bull Salzburg erfolgreich, 2023 das Nationalteam der Männer. 2024 hatten sich die Segel-Olympiasieger Lara Vadlau/Lukas Mähr sowie 2025 das Eishockey-Nationalteam der Männer durchgesetzt.
Auch NIKIs für den ÖSV
Der in den drei Hauptkategorien – was den Trophäengewinn betrifft – leer ausgegangene Österreichische Skiverband darf sich über NIKIs in den Kategorien Sportler mit Behinderung für Alpinskiläufer Johannes Aigner (vor Thomas Frühwirth/Triathlon und Cycling und Franz-Josef Lässer/Cycling) sowie Sportlerin mit Behinderung für dessen Schwester Veronika Aigner (vor Jasmin Plank/Klettern und Elina Stary/Ski alpin) freuen, die bei den Paralympics in Cortina mit insgesamt sieben Goldmedaillen erfolgreich gewesen waren. Bei den Special Olympics setzten sich Silvio Gorsche (Klettern) und Bianca Maier (Schwimmen) durch.
Auch den von den Fans gewählten Aufsteiger des Jahres stellt mit Skispringer Stephan Embacher der ÖSV, die Auszeichnung Sportler/Sportlerin mit Herz sicherte sich der Wings for Life Run. Am größten Charity-Dinner des Landes nahmen 1.500 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft teil, Gastgeberin war die Sporthilfe mit Präsidentin Susanne Riess-Hahn und Geschäftsführer Gernot Uhlir.




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