Von: Matthias Knapp
Bozen – Zum “Coming Out Day” am 11. Oktober 2026 macht die Arbeitsgruppe queer.glauben der Diözese Bozen-Brixen auf das Projekt „IMMER HIER – Queere Geschichte Südtirols“ aufmerksam. Mit Toni Pramstaller ist auch ein Mitglied der Arbeitsgruppe an dem Projekt beteiligt.
Das Projekt „IMMER HIER – Queere Geschichte Südtirols“ der Regisseurin Martine De Biasi und der Sozialgenossenschaft Eklektika macht Lebensgeschichten queerer Menschen in Südtirol sichtbar. Es zeigt, wie unterschiedlich persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen verbunden sind. Auch Toni Pramstaller, Mitglied der diözesanen Arbeitsgruppe queer.glauben, beteiligt sich mit seiner Geschichte an dem Projekt.
Für die Arbeitsgruppe ist der Coming Out Day Anlass, auf Erfahrungen aufmerksam zu machen, die häufig mit Unsicherheit und der Sorge vor Ablehnung verbunden sind. Gerade dort, wo Glaube und Kirche, privat oder auch haupt- oder ehrenamtlich eine wichtige Rolle im Leben spielen, können zusätzliche Spannungen entstehen. „Für gläubige Menschen kann ein Coming Out eine besondere Herausforderung sein. Wenn die eigene sexuelle Orientierung mit Vorstellungen von Schuld und Sünde verbunden wird, kann daraus ein tiefer innerer Konflikt entstehen“, erklärt die Arbeitsgruppe. „Umso wichtiger ist es, Ängste und Vorurteile abzubauen und Räume zu schaffen, in denen Menschen mit ihrer Lebensgeschichte und ihrem Glauben angenommen sind.“
Ein Coming Out betrifft dabei oft nicht nur die betroffene Person, sondern auch Familie und persönliches Umfeld. queer.glauben setzt sich deshalb für Offenheit, gegenseitiges Zuhören und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensgeschichten ein. Die Arbeitsgruppe will queere Lebensrealitäten in Kirche und Gesellschaft sichtbar machen und Ängste, Vorurteile und Diskriminierung abbauen.




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