Erster Ideenmarkt von und für Bildungsausschüsse

“Dorf macht Bildung”: Bildungsausschüsse mit kreativen Projekten

Freitag, 02. Oktober 2026 | 11:33 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Wie vielfältig, alltagsnah und verbindend Bildungsarbeit in Südtirols Dörfern sein kann, zeigte der Ideenmarkt “Dorf macht Bildung”, den das Landesamt für Weiterbildung und Sprachen mit den Servicestellen der Bildungsausschüsse am 25. September im NOI Techpark in Bozen organisiert hatte. Bildungsausschüsse aus dem ganzen Land präsentierten dort erprobte Projekte, die Menschen ins Gespräch bringen, Beteiligung fördern und neue Impulse für das Zusammenleben setzen.

Die vorgestellten Initiativen reichten von überraschenden Begegnungen bis zu gemeinschaftlichen Zukunftsprojekten: In Lana sorgte der “Bildungsüberfall” “TUMATSCH” für Gesprächsstoff, indem Passantinnen und Passanten spontan gefragt wurden, wovon es in ihrem Leben zu viel gibt. In Natz-Schabs entwickelte die Bevölkerung in einem breit angelegten Beteiligungsprozess Ideen dafür, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann. Truden wiederum öffnete Türen und brachte die Dorfgemeinschaft mit den vor Ort lebenden Künstlerinnen und Künstlern zusammen.

Auch Kastelbell-Tschars und Olang zeigten, wie Bildung konkrete Themen im Dorf aufgreift. Unter dem Motto “Kastelbell blüht auf” stand ein Frühjahr lang alles im Zeichen von Garten und Saatgut, Pflanzentausch und der Haltbarmachung der Ernte. Olang rückte das Thema Recycling in den Mittelpunkt und machte es für die gesamte Bevölkerung sichtbar und zugänglich. Verena Dariz von der OEW stellte neue Initiativen vor, wie das “Weltklimaspiel”, “Alternative Stadtführungen” und andere. Das Projekt “IMMER HIER – queere Geschichte Südtirols” sammelt Lebensgeschichten von Menschen der LGBTQIA+ Gemeinschaft in Südtirol und Martine De Biasi (eklektika) erklärte die dazugehörige Schautafel.

Rund 50 Engagierte aus ganz Südtirol nutzten den Tag der Bildungsausschüsse, um Projekte kennenzulernen, Erfahrungen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Nach den Präsentationen bot eine Impulsgalerie Raum für Rückfragen, weiterführende Gespräche und Vernetzung. Die vorgestellten Ansätze waren praxisnah, bereits erprobt und ausdrücklich zum Nachmachen gedacht. Und sie zeigten: Bildung entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, Wissen teilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Bezirk: Bozen

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