Von: Redaktion Südtirol News
Schnals – Der archeoParc Schnalstal und das Archäologische Zentrum Olmütz (CZ) blicken zurück auf ein Projektjahr zur archäologischen Bildungsarbeit. Höhepunkt der Zusammenarbeit war eine Konferenz der Teams der beiden Einrichtungen, die im Sommer in Schnals stattfand.
Im Rahmen des Erasmus+ Job Shadowing Programms fördert die Europäische Union intereuropäischen beruflichen Austausch. Die Weiterbildungsmaßnahme brachte zuletzt die Teams von archeoParc Schnalstal und von Archeologické centrum Olomouc (ACO) in Tschechien zusammen. Herzstück der Zusammenarbeit war eine Konferenz, die im Sommer in Schnals stattfand. Ziel des internationalen Treffens war der fachliche Austausch während der Konferenz und im Rahmen von Hospitationen im archeoParc-Arbeitsalltag.
Bei der Konferenz standen neben Hochgebirgsarchäologie das Führungskonzept des archeoParc, die Vermittlung von Archäologie im musealen Kontext und die Kommunikationsarbeit von Kultur und Tourismus im Fokus. Es gab mehrere Höhepunkte, z.B. stellte der Archäologe Rubert Gietl von ArchTeam am Beispiel von Grabungen im Vinschgau Methoden und Herausforderungen der Alpin- und Gletscherarchäologie vor und die Direktorin der Tourismusgenossenschaft Schnalstal, Laura Hitthaler, sprach darüber, wie Kommunikation für unvergessliche Erlebnisse sorgt: Destinationsmarketing verknüpft Erlebnisse und Museen gehören zu den Orten, an denen starke Erlebnisse entstehen. Sie sind Startpunkte für die Entdeckung der Region.
Beeindruckt zeigten sich die tschechischen Gäste unter anderem von den aktivierenden Angeboten im archeoParc-Tagesprogramm: „Durch scheinbar einfache Tätigkeiten beginnt man zu verstehen, wie viel Arbeit und Geschick der Alltag in der Urgeschichte erforderte.“, sagt die Pressesprecherin von ACO, Nikola Jandová. Sie möchte den Arbeitsansatz gerne für ihre Arbeit zu Hause adaptieren.
„Wir haben uns sehr über das Interesse der tschechischen Kollegen und über den inspirierenden Austausch gefreut“, sagt Sara Weithaler, die das Projekt für den archeoParc organisatorisch begleitet hat. „Man spricht über Methoden, lernt andere Organisationsstrukturen und Verwaltungsprozesse kennen und gewinnt dabei neue Perspektiven auf die eigene Arbeit“, so Weithaler weiter. Abschließend dankte die archeoParc-Leiterin Johanna Niederkofler den Referenten für ihre Beiträge und Direktor Jaroslav Peška von ACO und seinem Team für Besuch und Initiative sowie Sara Weithaler und Nikola Jandová für die Organisation. Abschluss des Treffens im Sommer war ein traditionelles Abendessen am Finailhof.
Die Projektpartner wollen die internationalen Kontakte für künftige Projekte nutzen. Derweil ist die Bereitstellung eines digitalen Besuchsbegleiters für den archeoParc in tschechischer Sprache geplant. Partner der beruflichen Weiterbildungsmaßnahme waren neben Kultureinrichtungen in Deutschland und Nordeuropa auch zwei Museen der Nachbarprovinz Trient: Archeo Natura in Fiavé und Museo delle Palafitte in Molina am Ledro-See.




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