Vom Kafka-Museum bis zur Pilsner Urquell Brauerei

Landeshotelfachschule Meran in Prag unterwegs

Dienstag, 29. September 2026 | 09:16 Uhr

Von: Sophia Molitor

Meran – Sechs Schülerinnen und Schüler der Landeshotelfachschule Kaiserhof von Meran hatten die besondere Gelegenheit, eine Woche lang die tschechische Hauptstadt Prag zu erkunden und dabei wertvolle kulturelle und fachliche Erfahrungen zu sammeln. Begleitet wurden sie von Veronika Pfeifhofer und Walter Mairhofer. Auf dem Programm standen zahlreiche bedeutende Sehenswürdigkeiten und historische Orte. Die Schülerinnen und Schüler besuchten unter anderem das Kafka Museum, die Prager Burg mit dem berühmten Prager Fenstersturz, die Karlsbrücke und das Goldene Gässchen.

Ein besonderer Ort war der Wenzelsplatz, der nicht nur zu den bekanntesten Plätzen Prags zählt, sondern auch eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes spielt. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte des Widerstands gegen das kommunistische Regime auseinander. Besonders eindrucksvoll war das Gedenken an Jan Palach und Jan Zajíc, zwei Studenten, die Ende der 1960er-Jahre aus Protest gegen die sowjetische Besetzung der Tschechoslowakei und die politische Entwicklung im Land durch Selbstverbrennung auf sich aufmerksam machten.

Sehr informativ war zudem das Kommunismus Museum sowie die Besichtigung des Konzentrationslagers Theresienstadt und des jüdischen Ghettomuseum.

Bier ganz traditionell und Sekt mit dem Säbel

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch der Brauerei Pilsner Urquell, bei dem die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die traditionelle Bierherstellung gewinnen konnten.

Neben dem kulturellen Programm stand auch der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Zwei Tage verbrachten die Jugendlichen an einer privaten Hotelfachschule in Prag. Dort konnten sie aktiv im Küchenbereich mitarbeiten, ihre praktischen Kenntnisse einbringen und gleichzeitig neue Arbeitsweisen und Erfahrungen kennenlernen. Eine besondere Erfahrung war das Öffnen einer Sektflasche mit dem Säbel – das sogenannte Sabrieren.

Ein besonderer Dank gilt Direktor Hartwig Gerstgrasser, der diesen wertvollen Kulturaustausch ermöglicht und damit den Schülerinnen und Schülern diese besondere Erfahrung eröffnet hat. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Andreas Erlacher für seine Unterstützung und die wertvolle Hilfe bei der Organisation der Reise.

Bezirk: Burggrafenamt

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