Liedermacher Georg Danzer ist unvergessen

Georg Danzer wäre 80: Gedenktafel-Enthüllung in Wien

Mittwoch, 07. Oktober 2026 | 05:00 Uhr

Von: importer

Der Geburtstag von Georg Danzer jährte sich heute zum 80. Mal. Am Gaudenzdorfer Gürtel 47 in Wien-Meidling wird zu diesem Anlass eine Gedenktafel enthüllt. Dort ist der Künstler aufgewachsen und hat diesem Haus später ein Lied gewidmet. Mit Titeln wie “Jö schau” oder “Hupf in Gatsch” ist der 2007 im Alter von 60 Jahren verstorbene Liedermacher unvergessen. Danzer war wichtiger Impulsgeber für die österreichische Dialektwelle der 1970er-Jahre.

Hinter dem populären augenzwinkernden Ton seiner poetischen, bisweilen melancholischen Texte verbergen sich oft Protest und Ruf nach sozialer Gerechtigkeit. Erste Erfolge erlangte Danzer mit Kompositionsaufträgen für u.a. Wolfgang Ambros, Marianne Mendt und Erika Pluhar. Der Durchbruch als Solomusiker gelang 1975 mit der Single “Jö schau”. Die “Georg Danzer Tournee 79” mit 32 ausverkauften Konzerten bildete Ende der 1970er-Jahre einen Meilenstein in seiner Karriere. Mit dem Album “Ruhe vor dem Sturm” (1981) gelang ihm der Durchbruch in Deutschland.

Austria 3 und “Schmutzige Lieder”

Nach Auslandsaufenthalten kehrte Danzer in den 90ern nach Wien zurück und nahm mit Peter Cornelius, Marianne Mendt und Wilfried das Album “Wieder in Wien” auf, das Lied “Sei imma höflich!” wurde zum Radio-Dauerbrenner. Mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich bildete er später Austria 3.

Danzer schrieb auch Drehbücher, engagierte sich für SOS Mitmensch, veröffentlichte Alben wie “13 schmutzige Lieder”, “Persönlich” oder das in den USA aufgenommene “Von Scheibbs bis Nebraska” (die Danzer zum “Ehrenscheibbser” werden ließ) und, zuletzt, “Träumer”. Einen Überblick über Danzers musikalisches Schaffen gibt die neu erschienene Liedersammlung “Jahreszeiten.”

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