Auch Elyas M'Barek ist wieder mit von der Partie

Jella Haase: “Es ist nichts perfekt”

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 05:03 Uhr

Von: importer

Gute Laune ist Programm: auf der Kinoleinwand und bei der Pressekonferenz zum Film “Der perfekte Urlaub” in einem Wiener Innenstadthotel. Wie bei einem Klassentreffen sitzen Diana Amft, Florian David Fitz, Jella Haase, Karoline Herfurth, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring, Frederick Lau und Jessica Schwarz nebeneinander, scherzen, schwärmen voneinander und erzählen von Spielabenden im Hotel. “In Teil 2 wird mehr verziehen als gelogen”, sagt Wotan Wilke Möhring.

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland und rund 500.000 Kinofans in Österreich haben “Das perfekte Geheimnis” von Regisseur Bora Dagtekin (“Fack Ju Göhte”) gesehen. Nun hat das berühmte Remake eines italienischen Filmstoffs ein eigenes Sequel bekommen. Die Chaostruppe, deren Freundschaft in Teil 1 ordentlich auf die Probe gestellt worden ist, strandet dabei ausgerechnet auf der Ferieninsel auf Malle, wie die Deutschen ihre liebste Urlaubsdestination nennen. Der Clou: Alle Darsteller sind wieder dabei, angefragt worden sind sie zwei Jahre vorher.

“Wie viel verträgt eine Freundschaft?”

“Was passiert, wenn die Wahrheit draußen ist? Wem wird verziehen? Wie viel verträgt eine Freundschaft?”, erklärt Produzentin Lena Schömann den Ausgangspunkt dieser Fortsetzung. Das erforschen diese Figuren, die in Teil 1 belogen und enttäuscht worden sind. Für Jella Haase sind folgende Fragen essenziell: Wie möchten wir miteinander umgehen? Welche Beziehungen und Freundschaften wünschen wir uns? “Finden wir eine Ebene, wo man starten und gemeinsam wachsen kann?” Denn: “Es ist nichts perfekt. Dennoch nähern sich diese Figuren langsam aneinander an.” Das Zeichen, das zwischen den Zeilen mitschwingt, lautet: “Zu versuchen, die Hand zu reichen.”

Wider die Spaltung

Karoline Herfurth betont, dass es gerade in der Gegenwart wichtig sei, “sich nicht spalten zu lassen” und “Brücken zu bauen.” Auch dafür, so der Cast, eigne sich dieser Film: Jede dieser Figuren habe, so Fitz, “eine eigene Realität und Wahrheit”. Eine andere Perspektive anzunehmen sei “immer schwierig”, so Lau. Aber hier habe jede Figur “so einen Hau”, dass man sich gefühlsmäßig reinversetzen könne. “Zurück zur Komödie: Das Lachen und der gemeinsame Humor können dabei verbinden.” Möhring grätscht rein: “Wie ein Kinobesuch.” So ist das bei einem eingespielten Team: Eine Frage wird von mehreren beantwortet.

Komparserie eingeflogen

Ein prominenter Neuzugang im Ensemble ist Diana Amft: “Es war toll, ich kenne viele schon seit 20 Jahren und habe mich sehr gefreut, wieder mit ihnen zu arbeiten”, sagt sie. Die Szenen auf einem Bootsausflug, erzählt sie, hätten fast einen privaten Charakter gehabt. Denn: In ihrem Freundeskreis gebe es ein Ritual – eine Bootstour einmal im Jahr. “Diese habe ich nach einer Woche auf dem Boot vor der Kamera sausen lassen.”

Die Truppe mitsamt Crew fiel in der Nachsaison in einem Club-Hotel in einer Bucht auf Mallorca ein, viele Komparsen wurden eingeflogen für die knallbunte Stimmung zwischen Rundum-Animation und Hotel-Tanz. “Es war wunderschön dort”, sagt Jessica Schwarz. “Wie ein Schulausflug”, finden die anderen. Nur: “Irgendwann sieht man die Palmen nicht mehr”, klagt Frederick Lau, wenn man zum Arbeiten und nicht zum Urlauben dort sei.

Am Abend weiterspielen

Die Hotelzimmer lagen angeblich nebeneinander: Florian David Fitz, so die anderen, habe Spiele mit ans Set gebracht. Welche? “Lass die Kirche im Dorf”, sagt Fitz und zählt weiter auf: “‘Vier gewinnt’ in 3D, ‘The Mind’ – das habt ihr mir zum Geburtstag geschenkt.” Fans der Schauspielstars dürfen sich im Kino nach dem Abspann auf jede Menge Outtakes freuen. Elyas M’Barek: “Das ist nur ein kleiner Bruchteil, der Großteil ist Arbeit.” Nachsatz: “Ich finde, das ist allen sehr gut gelungen.” Gemäß dem Motto: Spielfreude vor und hinter der Kamera. Das betont das achtköpfige Ensemble wiederholt, das spürt man aber ohnehin.

“Das steht ja gar nicht im Drehbuch!”

Jella Haase schwärmt: “Dass man sich noch immer so überraschen kann! Immer wieder hat jemand Sachen rausgehauen und ich habe mir gedacht: Woher kommt das denn? Das steht ja gar nicht im Drehbuch!” Dem Dreh sind Proben vorausgegangen, im Studio hat man dafür einen Tisch arrangiert. Dieses Möbelstück hat die eine oder andere Erinnerung an “Das perfekte Geheimnis” wieder in Erinnerung gerufen. Zuerst: “Oh nein!” Herfurth berichtet: “Toll sind die Szenen zu spielen gewesen, in denen wir immer wieder die Bälle hin- und herwerfen.”

“Der perfekte Urlaub” basiere auf den Charakteren, Beziehungen und Freundschaften aus “Das perfekte Geheimnis”. In der Geschichte seien nur vier bis sechs Monate vergangen. “Dabei ist unsere Tochter ganz schön groß geworden”, scherzt Möhring. In Wahrheit trennen Teil 1 und 2 nämlich sieben Jahre. Die alles entscheidende Frage lautet: Wird es eine Fortsetzung geben? “Möhring: Alles mit der Ruhe bitte.” Ideen, wirft Haase mit Witz ein, gebe es zuhauf: “Das perfekte Halloween”, “Das perfekte Weihnachten”, “Die perfekte Scheidung.” Doch vorerst lohnt sich ein Malle-Trip im Kino: “Der perfekte Urlaub” startet am 22. Oktober in den Kinos – sogar im IMAX-Format.

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