Von: importer
Der deutsche Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht bekämpft seine Verurteilung in der Neuauflage seines Betrugsprozesses am Landesgericht Innsbruck. Dessen Verteidigung habe eine Berufung “wegen Nichtigkeit und Strafe” eingebracht, sagte eine Sprecherin des Landesgerichts zur APA am Mittwoch. Ochsenknecht war vergangenen Donnerstag wegen einer jahrelang nicht bezahlten Hotelrechnung über 14.000 Euro zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden.
Während sich die Staatsanwaltschaft offenbar mit dem Urteil zufrieden gab, ruft Reality-TV-Star Ochsenknecht, Sohn von Schauspiellegende Uwe Ochsenknecht, die nächste Instanz an – in diesem Fall muss das Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) über die Berufung entscheiden. Ochsenknecht hatten bis zu drei Jahre Haft gedroht.
Der 34-Jährige war bei der rund einstündigen Verhandlung im Großen Schwurgerichtssaal wie angekündigt nicht anwesend gewesen. Die im Zuge der Causa nach einer ursprünglichen Diversion bereits bezahlten 18.000 Euro würden auf die nunmehrige Strafe angerechnet, hieß es. Dies galt auch für eine vom Amtsgericht München verhängte Geldstrafe sowie die Vorhaft, womit für Ochsenknecht – im Falle der Rechtskraft des Urteils – noch 6.742 Euro zu bezahlen seien.
“Rausgeschwindelt”
Die Richterin begründete das Urteil unter anderem damit, dass sich der Angeklagte zum Zeitpunkt, als er die Rechnung im Hotel hätte bezahlen müssen, “irgendwie rausgeschwindelt hat” und insgesamt “ein Täuschungsmanöver” veranstaltet habe. Der Verteidiger Ochsenknechts sah hingegen “keinen Betrugsvorsatz” und plädierte auf Freispruch.
Der erste Betrugsprozess gegen Ochsenknecht war im August 2025 am Landesgericht diversionell gegen eine auferlegte Zahlung einer Geldbuße von ebenjenen 18.000 Euro erledigt worden. Der Deutsche bezahlte daraufhin das Geld in Raten. Letztlich gab aber das Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die diversionelle Erledigung des Strafverfahrens statt, weshalb es zu einer Neuauflage bzw. Fortsetzung des Prozesses kam.
Causa aus dem Jahr 2021
Ochsenknecht soll – nach einer mehrtägigen Geburtstagsfeier im Jahr 2021 mit zehn Personen – über mehrere Jahre die 14.000 Euro-Rechnung bei dem Hotel in Kirchberg nicht bezahlt haben. Zuvor war der Deutsche im Juni 2025 über einen europäischen Haftbefehl in Hamburg festgenommen worden, anschließend bezahlte er die offene Hotelrechnung. Ochsenknecht kam jedoch in Auslieferungshaft und wurde nach Innsbruck überstellt. Dort wurde zwar die Untersuchungshaft über ihn verhängt. Der Schauspieler wurde jedoch gegen eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.




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