Von: Redaktion Südtirol News
Aldein – Fossilien suchen, Gesteine bestimmen und kleine und große geologische Wunder bestaunen konnten rund 80 Schülerinnen und Schüler vor kurzem im GEOPARC Bletterbach. Anlass dafür war der Internationale Tag der Geodiversität, der erstmals 2021 von der UNESCO ausgerufen wurde und alljährlich am 6. Oktober gefeiert wird. Die Kinder der Grundschulen Aldein und Radein waren einen Tag lang im GEOPARC unterwegs: Während die Erst- und Zweitklässler den Saurierpfad erkundeten, stiegen die dritten, vierten und fünften Klassen in die Schlucht ab und entdeckten die geologische Entstehungsgeschichte des Bletterbaches.
Fachkundig geführt wurden sie von den Landesgeologen Volkmar Mair und Corrado Morelli, der Geoparc-Bletterbach-Direktorin Hannah Pomella, der Koordinatorin des Dolomiten UNESCO Welterbes in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung Elisabeth Berger und der UNESCO-Sonderbeauftragten des Landes Südtirol Marcella Morandini.
“Wir waren nicht zufällig in der Bletterbachschlucht, die 2009 gemeinsam mit acht weiteren Teilgebieten in den Dolomiten die Auszeichnung als Welterbe der UNESCO erhalten hat. Vor allem, was die Geodiversität betrifft, ist dieses Gebiet eine einzigartige Schatzkammer für Südtirol und weit darüber hinaus“, betonte Elisabeth Berger.
“Dieser Tag ist für uns eine gute Gelegenheit, bereits bei den Jüngsten das Bewusstsein für den Wert unserer einzigartigen geologischen Landschaft zu fördern”, berichtete Direktorin Hannah Pomella. „Sie sind sehr neugierig und gehen mit großer Offenheit an Themen wie Fossilien, Gesteinsarten und Erosion heran.“
“Wenn wie bei dieser Aktion das Welterbe zum Abenteuerspielplatz wird, die geologischen und paläontologischen Besonderheiten zum Erlebnis und zu einem großen Experimentierfeld, dann lernen daraus nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehr- und Begleitpersonen”, unterstrich Landesgeologe Mair.
Interreg-Projekt CRITIS
Die Zusammenarbeit des GEOPARC Bletterbach mit den Grundschulen Aldein und Radein findet im Rahmen des INTERREG-Projekts “CRITIS – Kritische Kipppunkte im Erdsystem” statt. Das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanzierte Projekt verbindet aktuelle Forschung mit der Schaffung von neuen Bildungs- und Vermittlungsangeboten für Schulen und die breite Öffentlichkeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung großer Veränderungen im ‚System Erde‘ in der geologischen Vergangenheit und was man daraus für die Gegenwart lernen kann.
Geodiversität bereits 2024 im Fokus
Geodiversität – also geologische Vielfalt – bezieht sich auf die unbelebte Natur und setzt sich aus Mineralien, Fossilien, Böden, Sedimenten und Landformen sowie aus den geologischen Prozessen zusammen, die diese Ausprägungen hervorbringen. Bereits 2024 hatte das Land Südtirol den Tag der Geodiversität zum Anlass genommen, die vielfältigen Aspekte der Geodiversität zu beleuchten. Damals war für die interessierte Bevölkerung in Aldein ein Dorfspaziergang sowie eine Gesteins- und Mineralienausstellung im Pfarrsaal organisiert worden




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