Ein bizarrer Polizeieinsatz in Köln

Roboter wird verhört: Ist die Maschine übergriffig geworden?

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 07:19 Uhr

Von: Sophia Molitor

Köln – Normalerweise werden Roboter programmiert, um Menschen zu unterstützen. In Köln soll eine humanoide Maschine allerdings übergriffig geworden sein. Nun muss die Polizei klären, ob der rund 1,20 Meter große „Iron Man“-Roboter tatsächlich gezielt zugriff – oder ob seine menschlichen Begleiter die Fernsteuerung in der Hand hatten.

Der bizarre Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Sonntag, den 11. Oktober, auf den Kölner Ringen. Eine 16-Jährige war gerade mit zwei Freundinnen aus einem Fast-Food-Restaurant gekommen, als sich der rot-goldene Roboter von hinten näherte. Laut bisherigen Angaben soll er die Jugendliche am Gesäß berührt und Stoßbewegungen ausgeführt haben.

Auffällig war unter anderem, dass der 16-jährige Besitzer der Maschine und sein 19-jähriger Begleiter das Geschehen mit ihren Smartphones gefilmt und live im Internet übertragen haben sollen. Als die Polizei alarmiert wurde, flüchteten die beiden zunächst, wurden aber kurz darauf von der Polizei angehalten. Der Roboter befand sich im Kofferraum ihres Autos – bekleidet mit einem ärmellosen Shirt und einer Trainingshose. Die Beamten beschlagnahmten die Maschine und zwei Smartphones.

Die Ermittler müssen nun gewissermaßen der Maschine auf den Zahn fühlen: Sie werten die Aufnahmen aus und versuchen herauszufinden, ob der Roboter gezielt per Fernsteuerung bewegt wurde oder autonom handelte. Ein Vorfall, der zu einer Frage führt, die künftig immer relevanter werden könnte, und zwar ob wir uns darauf einstellen, nicht mehr nur mit Menschen zu diskutieren, sondern auch mit Robotern – im schlimmsten Fall sogar im Verhörraum.

Die Beschuldigten behaupten, der Roboter sei lediglich einem Mann ausgewichen und dabei versehentlich mit der Jugendlichen zusammengestoßen.

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