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Falscher Polizist betrügt Seniorin aus Branzoll – Video

Montag, 12. Oktober 2026 | 11:25 Uhr

Von: importer

Bozen/Rom – Ein 22-Jähriger soll eine 77-jährige Frau in Branzoll um Bargeld und Schmuck im Wert von rund 3.000 Euro gebracht haben, mit dem sogenannten Trick des falschen Polizeibeamten. Dank der Zusammenarbeit von Carabinieri und Bahnpolizei wurde er wenige Stunden später in einem Zug am Bahnhof Roma Termini gefasst.

Der Mann befand sich in einem Hochgeschwindigkeitszug aus Bozen, als Beamte der Bahnpolizei ihn am Bahnhof in Rom identifizierten. Bei einer Durchsuchung fanden sie 450 Euro Bargeld sowie Schmuck und weitere Wertgegenstände im geschätzten Gesamtwert von rund 3.000 Euro. Die Gegenstände wurden sichergestellt und sollen der Geschädigten zurückgegeben werden. Der 22-Jährige wurde wegen schweren Betrugs unter Ausnutzung der besonderen Schutzbedürftigkeit des Opfers angezeigt.

Die Tat ereignete sich am späten Vormittag des 7. Oktober in Branzoll. Nach Angaben der Ermittler hatte sich ein Mann telefonisch bei der 77-Jährigen gemeldet und als Oberst der Finanzpolizei ausgegeben. Er behauptete, das Auto ihres Mannes sei von Kriminellen für einen Raubüberfall in Trient benutzt worden. Um die Herkunft ihrer Wertgegenstände zu überprüfen, müsse sie Bargeld und Schmuck einem vermeintlichen Kollegen übergeben.

Kurz darauf erschien ein Mann an ihrer Haustür, gab sich als Beamter der Finanzpolizei aus und nahm die Wertgegenstände entgegen. Nachdem die Frau Anzeige erstattet hatte, nahmen die Carabinieri von Branzoll die Ermittlungen auf. Bei der Auswertung der Aufnahmen aus der kommunalen Videoüberwachung stellten die Beamten fest, dass der Verdächtige mit einem Taxi in den Ort gekommen war. Nach der Tat ging er zu Fuß zum Bahnhof Branzoll und fuhr von dort weiter zum Bahnhof Bozen.

Gemeinsam mit der Einsatzeinheit der Carabinieri-Kompanie Bozen rekonstruierten die Ermittler die Bewegungen des Mannes. Der Abgleich der Videoaufnahmen mit der Beschreibung des Opfers deutete darauf hin, dass er sich mit dem Zug in Richtung Süditalien bewege.

Die Carabinieri informierten daraufhin die Bahnpolizei am Bahnhof Roma Termini und übermittelten Fotos des Verdächtigen sowie die bisherigen Ermittlungsergebnisse. Obwohl der 22-Jährige während der Zugfahrt seine Kleidung gewechselt haben soll, erkannten ihn die Beamten bei der Ankunft des Hochgeschwindigkeitszugs und nahmen ihn fest.

Die Carabinieri und die Staatspolizei warnen insbesondere ältere Menschen vor der Masche des falschen Polizeibeamten. Wer am Telefon von vermeintlichen Vertretern der Strafverfolgungsbehörden zur Herausgabe von Bargeld oder Schmuck aufgefordert wird, sollte keine Wertgegenstände übergeben und umgehend die Notrufnummer 112 verständigen.

Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung, bis seine Schuld rechtskräftig festgestellt ist.

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