Von: importer
Bozen/Salerno – Die Finanzpolizei Bozen hat am Mittwoch zwei italienische Staatsbürger festgenommen, die im Verdacht stehen, gemeinsam mit fünf weiteren Personen ein umfangreiches Betrugs- und Geldwäschesystem betrieben zu haben. Auch eine Frau aus Bozen ist in die Ermittlungen verwickelt.
Den Ermittlungen der Finanzpolizei zufolge sollen die Verdächtigen rund 150.000 Euro ergaunert und die Gelder über zahlreiche Bankkonten in Italien und im Ausland verschleiert haben. Dabei seien auch Konten von Strohleuten genutzt worden, die ihre Zugangsdaten für die Transaktionen zur Verfügung stellten.
Zu den Betrugsmaschen gehörte der sogenannte „falsche Carabiniere“: Die Täter gaben sich als Ordnungskräfte oder Bankmitarbeiter aus und redeten ihren Opfern ein, ihre Konten seien von betrügerischen Aktivitäten betroffen. Unter diesem Vorwand brachten sie die Betroffenen dazu, Geld auf vermeintlich sichere Konten zu überweisen. Später sollen die Verdächtigen auch geklonte digitale Identitäten eingesetzt haben, um Kredite auf den Namen unbeteiligter Personen zu beantragen.
Die beiden Hauptverdächtigen stammen aus der Provinz Salerno. Sie werden wegen Betrugs, Geldwäsche und Selbstgeldwäsche untersucht. Zudem läuft ein Verfahren zur Beschlagnahme der mutmaßlich illegal erlangten Gewinne. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.



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