60 Jahre KFS

Ehrenamt stärken, Viefalt leben, Familien mitgestalten

Samstag, 17. Oktober 2026 | 15:11 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Wie gewinnen wir mehr Männer für die Familienarbeit? Wie offen sind unsere Zweigstellen für unterschiedliche Familienrealitäten? Und wie können Ehrenamtliche Familienpolitik vor Ort bewegen? Beim jährlichen Zweigstellentreffen des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) am 17. Oktober im Haus der Familie in Lichtenstern standen Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Zum 60-jährigen Bestehen verbindet der Verband seinen Dank an die Ehrenamtlichen mit einem klaren Anspruch: Familien stärken und Veränderung gemeinsam gestalten.

Den Auftakt bildete eine feierliche Wort-Gottes-Feier in der Waldkirche im Zeichen des Jubiläumsmottos „Feiern. Danken. Weitertragen.“ Anschließend setzte Manuela Unterthiner Mitterrutzner, geistliche Assistentin des KFS, mit ihrem Impulsvortrag zum generationsübergreifenden Arbeiten einen Schwerpunkt: Wie lassen sich Erfahrung und neue Ideen zusammenbringen, damit Familienarbeit lebendig bleibt?

Ehrenamt braucht Wertschätzung – und gute Bedingungen

KFS-Präsidentin Sieglinde Aberham würdigte den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zweigstellen, Bezirken und Fachausschüssen. Sie schaffen Begegnung, begleiten Familien und machen Gemeinschaft in Südtirols Gemeinden erlebbar. „Der KFS lebt von den Menschen, die ihn mit Leben füllen. Mit ihrer Zeit, ihren Ideen und ihrem Einsatz schaffen unsere Ehrenamtlichen Begegnungen, stärken Gemeinschaft und geben Familien das Gefühl, dazuzugehören. Dafür gebührt ihnen unser aufrichtiger Dank“, betonte Aberham. Damit dieses Engagement Zukunft hat, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, gegenseitige Unterstützung und Raum für neue Ideen. Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen und die Zusammenarbeit im Verband zu stärken, bleiben deshalb zentrale Aufgaben.

Mehr Beteiligung, mehr Vielfalt, mehr Mitsprache

In den Themenkreisen ging es um Fragen aus der Arbeit vor Ort. „Auch Mann kann Familie(nverband)“ rückte die Beteiligung von Männern in den Blick. „Offen für alle? Vielfalt in der Zweigstelle“ regte dazu an, die eigenen Angebote und Zugänge zu hinterfragen: Welche Familien erreichen wir – und wen noch nicht?

Unter dem Titel „Familienpolitik vor Ort aktiv mitgestalten“ stand die Frage im Raum, wie Zweigstellen die Anliegen von Familien in ihren Gemeinden wirksam einbringen können. Weitere Themenkreise widmeten sich pastoralen Fragen und neuen Impulsen sowie dem Engagement „Mit Herz und Motivation im Ehrenamt“.

Das Treffen bot Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Kontakte zu knüpfen und Anregungen für das neue Arbeitsjahr mitzunehmen. Die Themen machten deutlich: Die Zukunft der Familienarbeit lebt davon, Menschen einzubeziehen, Verantwortung zu teilen und die Bedürfnisse der Familien ernst zu nehmen.

Das Jubiläum als Auftrag für morgen

Für den KFS ist das 60-jährige Bestehen Anlass zum Feiern und zugleich Auftrag, die Familienarbeit weiterzuentwickeln. Dazu gehören Angebote, die Gemeinschaft ermöglichen, ebenso wie der Einsatz für familienfreundliche Entscheidungen in Politik und Gesellschaft.

„Wir wollen Familien nicht nur Angebote machen. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie dazugehören, dass ihre Anliegen zählen und dass sie auf uns zählen können. Dafür brauchen wir einen Verband, der offen für neue Ideen ist, Menschen miteinander verbindet und Familien auch in Zukunft eine starke Stimme gibt“, so Aberham.

Auch KFS-Geschäftsführerin Samantha betont das Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt: „Ein besonderer Dank gilt unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Ehrenamtlichen mit Fachwissen, Organisation und persönlichem Einsatz zur Seite stehen. Gemeinsam wollen wir Lust auf Familie machen und Familien weiterhin verlässlich unterstützen und begleiten, ganz im Sinne von ‚Familien für Familien‘.“

Mit diesem Anspruch startet der KFS in das neue Arbeitsjahr: getragen vom Ehrenamt, offen für Vielfalt und mit dem Ziel, Lust auf Familie zu machen. Im Sinne von „Familien für Familien“ will der Verband Familien weiterhin unterstützen und begleiten, Gemeinschaft erlebbar machen und ihre Lebensbedingungen in Südtirol aktiv mitgestalten.

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

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