Alle Verknüpfungen, die man selbst nicht eingerichtet hat, entfernen

Gehacktes Mailkonto: Ein Passwortwechsel ist nicht genug

Donnerstag, 15. Oktober 2026 | 10:48 Uhr

Von: importer

Familie, Freunde oder Kollegen rufen an, weil sie seltsame Mails mit der Bitte um Geld erhalten haben, die offenbar von einem selbst stammen. Dann oder bei ähnlich verdächtigen Nachrichten ist höchste Alarmbereitschaft geboten. Denn wahrscheinlich haben Angreifer Zugriff aufs eigene Postfach erlangt.

Die meisten werden dann vermutlich richtig reagieren: Passwort ändern, den Virenscanner eine vollständige Prüfung durchführen lassen. Nur die wenigsten werden aber wahrscheinlich wissen, dass der Passwortwechsel nur der erste Schritt war, berichtet der IT-Sicherheitsforscher Mike Kuketz in seinem Blog. In den Einstellungen sollte man unbedingt auch folgende fünf Punkte kontrollieren:

Automatische Weiterleitungen

Haben die Angreifer Weiterleitungen aktiviert, können sie jede Mail weiterhin problemlos mitlesen. Denn dazu müssen sie noch nicht einmal mehr Zugriff aufs Konto haben, sie erhalten die Nachrichten ganz einfach per Mail weitergeleitet.

Filterregeln

Die Angreifer könnten Filterregeln eingerichtet haben, die dafür sorgen, dass der Nutzer Sicherheits-Warnmeldungen gar nicht erst zu Gesicht bekommt. Alle Mails mit Begriffen wie beispielsweise Sicherheitswarnung, Anmeldung und Bestätigungscode könnten so automatisch und vom Nutzer ungesehen in den Archivordner verschoben werden.

Verbundene Anwendungen und Dienste

Alle Verknüpfungen, die man selbst nicht eingerichtet hat, entfernen. Hinterlegte Wiederherstellungsoptionen: Tauchen dort E-Mail-Adressen auf, die man selbst nicht festgelegt hat, stattdessen wieder die eigenen Adressen eintragen. Außerdem sollte man sicherheitshalber alle aktiven Sitzungen beenden und prüfen, ob neben dem E-Mail-Account möglicherweise noch weitere Konten betroffen sind.

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