Infoabend des DZE in Riffian

Gut gerüstet für die aktuellen Anforderungen in der Vereinswelt

Samstag, 31. Oktober 2026 | 11:42 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Riffian – Vor Kurzem war das Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt Südtirol auf Einladung von Bürgermeister Alexander Turato für einen Infoabend rund um Themen betreffend das Vereinswesen in Riffian zu Gast.

Die Einführung des Abends gestaltete der Bürgermeister der Nachbargemeinde Kuens, Manfred Raffl. Der Direktor des DZE Südtirol Ulrich Seitz erläuterte nachfolgend den aktuellen Stand der derzeitigen Reformen, die Auswirkungen auf die Südtiroler Vereinswelt haben, sprich die Auswirkungen des Kodex des Dritten Sektors, der Reform des Sports und die Bemühungen für die Aktivierung des Neuen Landesregisters.

Zum letzteren Punkt nahm auch die anwesende zuständige Landesrätin Rosmarie Pamer Stellung. Sie ging dabei ebenso auf die Entwicklung auf dem Gebiet der Digitalen Verwaltung ein. Der Steuerexperte des DZE Südtirol Thomas Girotto erinnerte in seinen Ausführungen daran, dass die steuerlichen Vorgaben für den Dritten Sektor, basierend auf dem Kodex des Dritten Sektors einige Vorgaben, insbesondere im Bereich der Mehrwertsteuer und der Begünstigungen für eingetragene Körperschaften mit sich bringen.

“Der Zugang zu den spezifischen Steuervorteilen und Förderungen des Dritten Sektors (wie dem 5-Promille-Antrag  oder die Absetzbarkeit von Spenden) setzt grundsätzlich die Eintragung in das staatliche Einheitsregister des Dritten Sektors (RUNTS) voraus. Eingetragene Körperschaften (wie Vereine, Stiftungen oder Sozialunternehmen) profitieren unter anderem von Erleichterungen bei der Stempelsteuer, einer reduzierten Registersteuer sowie Befreiungen bei der IRAP (Wertschöpfungssteuer), wobei bestimmte Erklärungspflichten bestehen bleiben. Gewisse Vorgänge, die früher als außerhalb des Mehrwertsteuerbereichs eingestuft werden nun als „steuerfrei“ behandelt. Ein wichtiger Punkt ist immer wieder die Frage nach dem Gewinnverbot  und dem ideellen Zweck: Körperschaften des Dritten Sektors dürfen keine Gewinne ausschütten und Überschüsse müssen satzungsgemäß für die Verfolgung gemeinnütziger Zwecke verwendet werden”, so das DZE.

Das Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt Südtirol hob im Rahmen der Veranstaltung die gute Zusammenarbeit mit den Südtiroler Gemeinden hervor, und verwies auf die Notwendigkeit, gemeinsam den Bürgern bei der Aktivierung der Digitalen Dienste zu helfen, die wie bei einer Reihe von Leistungen der Öffentlichen Hand jetzt schon benötigt werden, ebenso bei der Hinterlegung von Daten zur Vereinstätigkeit erforderlich sind.

Ein Aspekt der Seitz, sehr am Herzen liegt, ist schließlich die Versicherungspflicht für die Vorstandsmitglieder und die Ehrenamtlich Aktiven, die für die Organisation beziehungsweise die Gesellschaft unterwegs sind. “Hier gibt es nunmehr ein größeres, und kostenmäßig faires Angebot an Möglichkeiten”, welches so das DZE, “von den Vereinen in Anspruch genommen werden sollte, auch weil die Absicherung von Menschen, die sich unentgeltlich für die gute Sache einsetzen, mit Respekt gegenüber diesen Menschen und ihrem Engagement zutun hat.”

Bezirk: Burggrafenamt

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