Von: Sophia Molitor
Bozen – Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung im Bozner Kolpinghaus hat der Südtiroler Seniorenbund die Ernennung von Vera Tronti Harpf zur neuen Verantwortlichen für den Bereich Senioren bei der Volksanwaltschaft begrüßt. Seit 1. September steht damit älteren Menschen und ihren Angehörigen eine eigene Ansprechpartnerin für Fragen, Anliegen und Probleme zur Verfügung.
Der Südtiroler Seniorenbund vereint 18 deutsch- und ladinischsprachige Vereine und Organisationen aus dem Seniorenbereich. Bei der Begegnung stellte Vera Tronti Harpf ihren Aufgabenbereich vor und erläuterte, wie sie Seniorinnen und Senioren künftig informieren, beraten, unterstützen und bei Bedarf vermitteln kann. Dies betrifft sowohl persönliche Anliegen als auch Fragen im Umgang mit öffentlichen Dienststellen, Körperschaften und Seniorenwohnheimen.
Otto von Dellemann, Vorsitzender des Südtiroler Seniorenbundes, sieht in der neuen Anlaufstelle einen ersten wichtigen Schritt. Damit dieses Angebot möglichst vielen älteren Menschen zugutekommt, müsse es auch in den Bezirken und somit außerhalb von Bozen präsent sein. Voraussetzung dafür sei auch eine entsprechende personelle Ausstattung der Dienststelle. „Damit diese wichtige Aufgabe kontinuierlich und flächendeckend wahrgenommen werden kann, braucht es die notwendigen personellen Ressourcen”, so die Forderung des Seniorenbundes. Derzeit steht der neuen Verantwortlichen nicht einmal eine Sekretariatshilfe zur Verfügung.
Neben der neuen Anlaufstelle befasste sich die Mitgliederversammlung mit weiteren aktuellen Fragen der Seniorenpolitik. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Pflegeeinstufung und Pflegeversicherung sowie Möglichkeiten, wie ältere Menschen ihre Anliegen und Erfahrungen stärker in die Gestaltung der Seniorenarbeit einbringen können.
Diskutiert wurde dabei auch ein neues Ideenheft Es behandelt zentrale Themenbereiche wie Lebensraum, Mobilität, Pflege und Betreuung, Digitalisierung, soziale Teilhabe, Gesundheit sowie die Rechte und den Schutz älterer Menschen. Auch Strukturen und Netzwerke werden als wichtige Voraussetzungen für eine zeitgemäße Seniorenarbeit aufgegriffen.
Der Südtiroler Seniorenbund will damit die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Erfahrungen und Anliegen der älteren Generation stärker in die gesellschaftliche Entwicklung einfließen und Seniorenarbeit gemeinsam mit den Betroffenen weiterentwickelt wird.




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