Von: Sophia Molitor
Brixen – Ein denkmal- und kulturhistorisch bedeutendes Gebäude durch die Verbindung von Fachkompetenz und Innovation neu zu beleben ist das Ziel des Planungswettbewerbs “Bauem im Bestand” für die Erweiterung der Oberschulen Fallmerayer in Brixen. Die gleichnamige Ausstellung wurde am 30. September in der Schule eröffnet. Mit dabei waren Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi, der Direktor des Landesamtes für Hochbau Ost Andrea Sega, die Schulführungskraft Renate Kapfler sowie die Projektkoordinatorin Gertrud Kofler.
“Mit den Oberschulen Fallmerayer werden die Planungswettbewerbe des Landes zur Aufwertung des baulichen Erbes nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen – ein Instrument, an das wir fest glauben”, erklärte Landesrat Bianchi. “Durch Wettbewerbe können unterschiedliche Ideen und planerische Ansätze miteinander verglichen werden, um für jedes Vorhaben die am besten geeignete Lösung zu finden, abgestimmt auf den Ort, die Funktion und das bestehende Bauwerk.” Es gehe nicht nur darum, funktionale Gebäude zu errichten, sondern auch darum, in architektonische Qualität zu investieren. Jedes öffentliche Bauwerk könne Lebensräumen Mehrwert, Schönheit und Qualität verleihen. Das Fallmerayer-Projekt sei der erste Schritt auf einem Weg, den das Land weiterverfolgen wolle, kündigte Bianchi an.
Jedes Bauwerk verändert die Umgebung
“Für die Landesabteilung Hochbau und technischen Dienst sind Planungswettbewerbe ein grundlegendes Instrument, um qualitativ hochwertige öffentliche Bauwerke zu verwirklichen. Transparenz, Wettbewerb und Gemeinwohl sind die Leitlinien unserer Arbeit”, betonte Amtsdirektor Sega. “Bauen bedeutet für uns nicht nur, auf funktionale Anforderungen zu reagieren. Jedes öffentliche Bauwerk verändert die Umgebung, beeinflusst den Alltag der Menschen und wird Teil des gemeinsamen Erbes.”
Bei der Ausstellungseröffnung wurde auch das Siegerprojekt vorgestellt. Die Fachjury hatte es aus zehn Finalisten ausgewählt, die sich aus insgesamt 75 Planungsteams qualifiziert hatten. Der erste Preis ging an das Team der Architekten Andrea Arcese, Lorenzo De Pascale, Leonardo Botti, Loris Luigi Perillo sowie der Ingenieure Alessandro Svaldi und Andrea Zanetti.
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erweiterung des historischen Schulgebäudes um sechs Klassenräume. Das Gebäude war vom Architekten Othmar Barth entworfen und 1975 eröffnet worden. Trotz verschiedener Eingriffe zwischen 1993 und 1997, darunter eine Erweiterung auf der Nordseite mit sieben zusätzlichen Unterrichtsräumen, einer Veranda und einem Treppenhaus, reicht der vorhandene Platz für die Bedürfnisse der Schule mit ihren vier Fachrichtungen nicht mehr aus. Im Bereich vor den Klassenräumen sollen helle und einladende Lernbereiche entstehen, in denen sich die Jugendlichen geren aufhalten. Investiert werden voraussichtlich rund 2,6 Millionen Euro.
Die Ausstellung ist bis 16. Oktober für Interessierte zugänglich, und zwar jeweils von Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr.




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