Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Südtirol zählt zu den Provinzen mit der höchsten durchschnittlichen Einkommensteuerbelastung Italiens. Laut einer Analyse der CGIA Mestre (Italienische Handwerker- und Unternehmervereinigung mit Sitz in Mestre) entrichtete jeder Steuerpflichtige 2024 im Schnitt 6.975 Euro an Einkommensteuer (IRPEF). Das sind 1.187 Euro mehr als im landesweiten Durchschnitt von 5.788 Euro.
Nur Mailand mit 9.066 Euro, Rom mit 7.536 Euro und Monza-Brianza mit 7.100 Euro weisen höhere Durchschnittswerte auf. Auf Platz fünf folgt Bologna mit 6.846 Euro.
Höhere Einkommen als Erklärung
Ein wesentlicher Grund für die hohe Steuerleistung sind die vergleichsweise hohen Einkommen. Mit einem durchschnittlichen Gesamteinkommen von 29.846 Euro pro Steuerpflichtigem liegt Südtirol italienweit auf Platz fünf. An der Spitze steht Mailand mit 34.803 Euro, gefolgt von Bologna, Monza-Brianza und Lecco.
Die CGIA verweist auf die progressive Gestaltung der Einkommensteuer: Wer mehr verdient, zahlt in der Regel auch mehr Steuern. Die höheren Durchschnittsbeträge bedeuten deshalb nicht zwangsläufig, dass in Südtirol höhere Steuersätze gelten als im übrigen Italien.
Steuerquote steigt landesweit
Auf nationaler Ebene dürfte die Steuer- und Abgabenquote 2026 laut der Analyse auf 43 Prozent steigen. 2025 lag sie bei 42,9 Prozent, 2022 waren es noch 41,6 Prozent.
Der Anstieg bedeute allerdings nicht, dass alle Haushalte stärker belastet würden. Nach Berechnungen der CGIA hätten steuerliche Maßnahmen in den vergangenen vier Jahren für Familienhaushalte insgesamt eine Nettoentlastung von 33,3 Milliarden Euro gebracht.
Zu den Faktoren für die steigenden Einnahmen zählen demnach auch die höhere Beschäftigung, neue Tarifabschlüsse sowie zusätzliche Abgaben von Banken, Versicherungen und großen Unternehmen.




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