HGV-Ortsgruppen Enneberg und St. Martin in Thurn hielten Ortsversammlung ab

Tourismus gemeinsam weiterentwickeln

Mittwoch, 07. Oktober 2026 | 13:13 Uhr

Von: Matthias Knapp

St. Vigil in Enneberg/St. Martin in Thurn – Vor kurzem haben die Ortsgruppen Enneberg und St. Martin in Thurn des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) ihre gemeinsame Ortsversammlung im Hotel Riposo al Bosco 3.0 in St. Vigil in Enneberg abgehalten. Im Mittelpunkt standen aktuelle tourismuspolitische Themen, die weitere Entwicklung der Betriebe sowie Fragen rund um Mobilität und Besucherlenkung.

HGV-Ortsobfrau Giulia Call verwies auf die bisherigen Aktivitäten der Ortsgruppe und rief insbesondere auch junge Gastgeberinnen und Gastgeber dazu auf, sich aktiv im HGV und in der HGJ einzubringen.

HGV-Bezirksobmann Thomas Walch unterstrich die Bedeutung des persönlichen Austauschs innerhalb der Branche. Der Tourismus stehe zunehmend in der öffentlichen Diskussion. Umso wichtiger sei es, selbstkritisch auf bestehende Herausforderungen zu blicken, zugleich aber auch den großen Beitrag der gastgewerblichen Betriebe für die Dörfer und die regionale Wirtschaft sichtbar zu machen.

Landesrat Luis Walcher betonte die Bedeutung familiengeführter Betriebe für lebendige Dörfer und hob hervor, dass auch künftig Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe notwendig seien, um Betriebsübergaben und Perspektiven für die nächste Generation zu ermöglichen. Gleichzeitig gelte es, die Anliegen der einheimischen Bevölkerung ernst zu nehmen und den Nutzen des Tourismus für die örtlichen Gemeinschaften stärker zu vermitteln. Gerade der Tourismus trage flächendeckend wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Erhaltung funktionierender Dorfstrukturen bei.

Intensiv diskutiert wurden auch die Besucherlenkung an touristischen Hotspots sowie das zunehmende Wildcampen und Biwakieren. Dabei wurde deutlich, dass es je nach Gebiet unterschiedliche Lösungen brauche.

Die Bürgermeister Albert Palfrader aus Enneberg und Giorgio Costabiei aus St. Martin in Thurn bedankten sich für die gute Zusammenarbeit mit dem HGV. Bürgermeister Costabiei verwies unter anderem auf die Verlängerung der Tourismuszonen in St. Martin in Thurn und bezeichnete den regelmäßigen Informationsaustausch als wertvoll.

Michael Costamoling, Obmann des HGV-Gebiets Gadertal, sprach unter anderem die Frage einer ausgewogenen Behandlung der Gemeinden bei der künftigen Zuweisung von Betten an.

Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV, informierte über aktuelle Entwicklungen im Verband und gab einen Ausblick auf die bevorstehende Fachmesse Hotel in Bozen.

Einen fachlichen Schwerpunkt setzte Bettina Schmid, Leiterin des Gustelier – Atelier für Geschmackserfahrung, mit ihrem Vortrag zum Thema „Wie Gäste über Preise denken – und was wir davon lernen“.

Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte die Gastgeberfamilie das Konzept des Hotels Riposo al Bosco 3.0 vor. Die Bezeichnung „3.0“ steht dabei für die dritte Generation, welche den Betrieb führt. Eine gemeinsame Besichtigung des Hauses rundete die Ortsversammlung ab.

Bezirk: Pustertal

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