Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Mehr Schutz vor Hochwasser für das Bozner Stadtviertel Oberau-Haslach: Am Haslacherbach hat die Wildbachverbauung eine neue Rückhaltesperre, Dämme und Uferschutzmauern errichtet.
Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher, der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger und Bozens Vizebürgermeister Stephan Konder haben die Schutzbauten am 28. Oktober bei einem Lokalaugenschein besichtigt.
“Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse ist vorausschauende Vorsorge im Zivilschutz für ganz Südtirol entscheidend”, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher: “Es gilt, Gefahren frühzeitig zu erkennen und gezielt in den Schutz der Bevölkerung, der Siedlungen und der Infrastruktur zu investieren. Die neue Rückhaltesperre und die verstärkten Uferbefestigungen am Haslacherbach tragen dazu bei, die Gefahr durch Hochwasser und mitgeführtes Material im Stadtviertel Oberau-Haslach zu verringern. Solche Maßnahmen sind wichtige Bausteine eines landesweiten Bevölkerungsschutzes: Naturereignisse können wir nicht verhindern, ihre Auswirkungen aber durch gute Vorbereitung und wirksame Schutzbauten begrenzen.”
Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat das Projekt umgesetzt. Oberhalb der bestehenden Anlage entstand eine neue Rückhaltesperre aus Stahlbeton mit einem durch Erddämme begrenzten Rückhaltebecken, dort sollen Geröll und angeschwemmtes Holz zurückgehalten werden. Ergänzend wurden die Uferschutzbauwerke verstärkt.
“Die neue Rückhaltesperre soll Geröll und angeschwemmtes Gehölz im vorgelagerten Ablagerungsbereich zurückhalten. Zudem haben wir den Abflussquerschnitt der Künette zwischen dem bestehenden Rückhaltebecken und dem Küepachweg bis zum Beginn des verrohrten Bachabschnitts angepasst”, berichtet der Direktor des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd Thomas Thaler, der für das Projekt verantwortlich zeichnet. In diesem Abschnitt wurden Ufermauern aus Stahlbeton errichtet.
Die Bauleitung und Baustellenleitung lag bei Hansjörg Prugg. Für die Ausführung war der Bautrupp mit Vorarbeiter Roland Obertegger zuständig. Die Vorbereitungsarbeiten haben Mitte Februar begonnen.
Das Projekt hat ein Volumen von 1,1 Millionen Euro und wird von der Gemeinde Bozen als Bauherrin finanziert. Zuständig ist der Direktor des Gemeindeamtes für Geologie, Zivilschutz und Energie Emanuele Sascor. Die Planung verantwortete Geologe Mauro Platter; Geometer Paolo Azzali war alleiniger Verfahrensverantwortlicher.




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