Mehr als 200 Teilnehmende

Wohnreform 2025 informiert Gemeinden und Banken

Freitag, 25. September 2026 | 15:12 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Der gemeinnützige Wohnbau, das Wohnen mit Preisbindung, die 100-Prozent-Konventionierung: Mit der Wohnreform 2025 haben sich im Bereich der Fördermaßnahmen viele Neuerungen ergeben. Auf Initiative des Ressorts für Wohnbau, der Arche im KVW sowie in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband wurde deshalb vor kurzem ein Webinar organisiert, das als Schulung und Informationsveranstaltung für Wohnbauberater bei Banken oder Gemeindemitarbeiter gedacht war.

“Das Wohnen ist ein stark gefühltes Thema – das leistbare und bezahlbare Wohnen ist in Südtirol in aller Munde. Die heutige Veranstaltung mit etwa 200 Teilnehmenden zeigt, wie hoch der Informationsbedarf bei all jenen ist, die unsere Wohnreform tagtäglich umsetzen und anwenden und den Südtirolerinnen und Südtirolern die Vorteile, die das neue Modell bietet, zugutekommen zu lassen”, betonte Wohn-Landesrätin Ulli Mair im Rahmen ihrer Begrüßung.

Leo Resch, der Referatsleiter der Arche im KVW, erklärte, dass das Webinar einen kompletten und praxisnahen Überblick über die Reform gebe und die zahlreichen Fragen, die im Vorfeld gestellt werden konnten, beantworten werde. “Wir sind sehr positiv überrascht, wie viele Fragen und auch Bemerkungen und Verbesserungsvorschläge an uns herangetragen wurden. Das Webinar wird bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Banken und Gemeinden das Wissen über die Umsetzung der Wohnreform stärken”, sagte Resch. Der Direktor des Ressorts Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention, Luca Critelli, bot den Teilnehmern anschließend einen kompakten Überblick über die zentralen Inhalte des Reformpakets.

Siedlungsgrenzen müssen gezogen werden

“Mit der Wohnreform sind sehr interessante neue Modelle der Wohnbauförderung dazugekommen, diese neuen Rahmenbedingungen müssen wir jetzt voll ausschöpfen”, betonte Dominik Oberstaller, der Präsident des Gemeindenverbands. Der Gemeindenverband arbeite Schritt für Schritt die notwendigen Musterverordnungen für die Gemeinden aus und sei bemüht, den Gemeinden in allen Wohnbau-Belangen größtmögliche Hilfestellung zu leisten. Wichtig sei es auch, bei der Ausarbeitung der Gemeindeentwicklungspläne jetzt die Siedlungsgrenzen vernünftig zu ziehen.

Landesrätin Mair kündigte im Laufe des Webinars an, dass die Wohnreform 2025 eine Basis, ein Grundstein für weitere Maßnahmen sei, die in den nächsten Jahren folgen sollen. “Sehr wichtig ist uns der Bürokratieabbau; auch gewisse Baustandards sind zu reduzieren, um leistbares Wohnen zu ermöglichen. Zudem müssen die Gemeinden dazu übergehen, flächendeckend mehr Bauland zur Verfügung zu stellen, damit die Südtiroler Bevölkerung bezahlbaren Wohnraum erhält”, betonte Mair.

Bezirk: Bozen

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